ReviewAlbum

Band
VENOM 
Kategorie
Album 
Titel
Black Metal 
Erscheinungsjahr
1982 
Note

Der Erfolgsweg des chaotischen Proll-Trios aus Newcastle ließ sich schon bei dem übelst rumpelnden, aber speziell in Szenekreisen begeistert gefeierten Debüt „Welcome To Hell“ erahnen. Mitten in die NWOBHM knallte dieses Album und setzte mit seiner Intensität und Rohheit neue Standards. Dazu das okkulte Image, ein Teufelskopf als Emblem und einen Fanclub mit dem viel versprechenden Namen „Legions“. Nichts sollte im schwermetallischen Parallel-Universum wieder so sein, wie es war...
„Black Metal“ gilt als Karriere-Sternstunde der drei Wahnsinnigen: ein Album, das einer ganzen Musikrichtung den Namen gab und das letzten Endes den weltweiten Siegeszug extremer Musik einläutete. Die drei Hauptakteure des infernalischen Geknüppels, die augenzwinkernd unter den bizarren Pseudonymen Cronos (Dynosaur Destroyer Bass & Vocals), Mantas (Chainsaw Guitar) und Abbadon (125 Inter-City Express) firmierten, frästen sich mit einer herzerfrischenden Scheißegal-Attitüde durch das speedige Titelstück und Mitgröler wie ´Leave Me In Hell´, ´Countess Bathory´ oder ´To Hell And Back´ und griffen bei ´Buried Alive´ tief in die akustische Trickkiste. Um den Gänsehaut auslösenden Song entsprechend in Szene zu setzen, wurde in bester Hörspiel-Manier rübergebracht, wie es sich (von innen) anhört, wenn die Erde auf den Sarg rieselt. Und dann noch bei lebendigem Leibe begraben - härter geht´s nicht! Absoluter Oberkult!


Thomas Kupfer

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