ReviewAlbum

Band
SPARTAN WARRIOR 
Kategorie
Album 
Heft
RH #371 
Titel
Hell To Pay 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
8.5 

Pure Steel/Soulfood (46:10)
Wenn man ehrlich ist, hat vor einem Jahrzehnt niemand lauthals nach einer Reunion der NWOBHM-Recken SPARTAN WARRIOR aus Tyneside geschrien. Zu durchschnittlich waren ihren beiden Longplayer aus den Achtzigern. Aber zahlreiche lokale Auftritte (nicht zuletzt beim Brofest in Newcastle) sowie das überraschend starke Comeback „Behind Closed Eyes“ aus dem Jahre 2010 haben bewiesen, dass die Wilkinson-Brüder es tatsächlich ernst meinen. Dieser positive Eindruck wird gleich vom Titelstück des neuen Albums „Hell To Pay“ eindrucksvoll untermauert. Schneller, rauer Heavy Metal der alten britischen Schule, geprägt von Dave Wilkinsons nasalen Vocals und Neil Wilkinsons gediegener Gitarrenarbeit. ´Walls Fall Down´ ist ein weiterer Uptempo-Kracher, der sich an der Demarkationslinie zum Speed Metal bewegt. ´Bad Attitude´ dagegen reüssiert im Midtempo, stürzt aber im Gegensatz zum missratenen ´84er Longplayer niemals in Proto-Glam-Gefilde ab. Auch ´Letting Go´, ´Court Of Clowns´ sowie das schlüpfrige ´Covered In Lust´ transportieren diesen naiven NWOBHM-Charme, der überzeugte Anhänger so begeistert (Liebhaber kontemporärer Metal-Klänge allerdings nicht mehr als ein müdes Gähnen entlocken wird). Die zehn Stücke bleiben, bis auf die überflüssige Lagerfeuer-Ballade ´Something To Believe´, glücklicherweise von großen Qualitätsschwankungen verschont. Bodenständiger, ungekünstelter Brit-Metal mit Street-Attitüde. Zeitlos gut.


Matthias Mader 8.5

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