ReviewAlbum

Band
T.S.O.L. 
Kategorie
Album 
Heft
RH #359 
Titel
The Trigger Complex 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
7.5 

Rise/Warner (41:21)
Mit ihren Frühwerken „Dance With Me“ (1981) und „Beneath The Shadows“ (1982) haben T.S.O.L. alias True Sound Of Liberty nicht nur zahllose andere Bands musikalisch, textlich und politisch beeinflusst, nein, auch in puncto Attitüde diente die Combo aus Südkalifornien und ihr kunterbunter Genremix aus den vielen Spielarten des Punk, aber auch Hardcore, Gothic, New Wave und (Death) Rock u.a. Kollegen wie The Offspring, AFI, Alkaline Trio oder Steven Adler (ex-Guns-N´-Roses) als Inspirationsquelle. Auf ihrem zehnten Studioalbum, das u.a. von drei Originalmitgliedern eingespielt wurde, überraschen die Mittfünfziger mit 13 Tracks mit reichlich Pop/Indie-Kante inklusive leichtem The-Cult-Touch (Gesang), die viel besser ins Ohr gehen als die chaotischen Oldies aus den Eighties und darüber hinaus auch noch gute Laune machen. Dass „The Trigger Complex“ exakt eine Woche nach der Amtseinführung von Donald Trump veröffentlicht wurde, kann man indes als Wink mit dem Zaunpfahl verstehen, dass Widerstand in politisch finsteren Zeiten (Künstler-)Pflicht ist.


Uwe "Buffo" Schnädelbach 7.5

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