ReviewDynamit

Band
CAVALERA CONSPIRACY 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #367 
Titel
Psychosis 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
7.5 

Napalm/Universal (41:12)
Die Cavalera-Brüder haben sich für „Psychosis“ von der Live-Energie der „Return To Roots“-Tour inspirieren lassen. Allerdings hat das Album bis auf das Percussion-lastige, instrumentale Titelstück stilistisch wenig mit „Roots“ gemeinsam, sondern blickt noch weiter in die gemeinsame Sepultura-Vergangenheit, als Death- und Thrash Metal aus dem Underground die größten Einflüsse der Band waren. So finden sich auf dem vierten CAVALERA CONSPIRACY-Werk zahlreiche Riffs, die in ähnlicher Form auch auf „Morbid Visions“ oder „Schizophrenia“ gut aufgehoben gewesen wären. Eine reine Achtziger-Beweihräucherung ist die Scheibe deshalb aber noch lange nicht: Soundtechnisch werden die Songs durch einen unterkühlten Klang in einen Industrial-Zusammenhang gesetzt, was im Godflesh-artigen ´Hellfire´ gipfelt, für das man Justin Broadrick als Gastsänger gewinnen konnte. In meinen Ohren gelingt der Brückenschlag zwischen Achtziger-Riffs und dem klinischen Sound aber nicht wirklich: Gerade die Drums klingen eher wie ´ne Keksdose, was bei einem Schlagzeuger wie Iggor Cavalera, dessen Spiel vom starken Punch lebt, besonders tragisch ist. Die Tracks sind aber immerhin wesentlich stärker als auf dem schwachen Vorgänger „Pandemonium“, bei dem Max sich zu allem Übel an halbgaren Growls versuchte.


Ronny Bittner 7.5

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