ReviewDynamit

Band
WICKED MARAYA 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #347 
Titel
Lifetime In Hell 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
8.0 

Das Demo ist immer das Beste: „Wicked Maraya“, das 1993er Fünf-Track-Tape der gleichnamigen US-Band, hat den Underground seinerzeit im Sturm genommen und wurde in einschlägigen Fanzines als Top-Titel abgefeiert, die Truppe gehörte zu einer Gruppe Unentwegter, die die Sounds der Achtziger damals in eine trubelige Szene auf der Suche nach sich selbst gerettet hat. Das 1994er Album „Cycles“, auf dem auch alle Songs des Demos standen und das wir vor gar nicht langer Zeit auf unserer „Verdammt lang´ her“-Seite vorgestellt haben, war der logische Schritt, die folgenden „No Hope For Humanity...?“ (1996) und „Counterculture“ (1997) unter dem verkürzten Namen Maraya allerdings etwas weniger zwingend. Mit „Lifetime In Hell“ liegt nun das wirkliche Debüt der Band vor, bereits 1991 in Tampa unter der Obhut von Jim Morris eingespielt und bislang unveröffentlicht. Eine latente Neigung zu „moderneren“ Arrangements ist auch schon hier zu hören (´Crash & Burn´, das ebenfalls auf „Cycles“ stehende ´Johnny´), alles in allem kriegen die Amis mit hervorragendem Melodic-Stoff wie ´Sounds Of Evil´, ´River Runs Black´ oder dem wunderbaren ´Tomorrow´s Child´ (und auch aufgrund ähnlicher Vocals) mit „Lifetime In Hell“ vor allem aber bereits lange ausgehungerte Fans von „progressivem Power Metal“ wie Crimson Glory & Co., die das Ding sofort ausnahmslos auf Heavy Rotation setzen werden. Abgerundet wird der neue alte Dreher zudem von zwei aktuellen Songs, die tatsächlich ans Frühwerk anknüpfen und Bock auf (noch) mehr machen.
Sometimes they come back? Besser is´ das!


Boris Kaiser 8.0

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