ReviewDynamit

Band
ZODIAC 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #329 
Titel
Sonic Child 
Erscheinungsjahr
2014 
Note
8.0 

Napalm/Universal (60:41)
Die Münsteraner ZODIAC haben sich mit zwei Alben einen guten Ruf in der europäischen Stoner-, Blues- und Classic-Rock-Szene erarbeitet. Dementsprechend selbstbewusst startet das Album mit einer schönen Spoken-Words/Instrumental-Nummer, die das sympathische Motto des Quartetts verdeutlicht: Musik ist das Wichtigste im Leben! Und nicht nur das: „Sonic Child“ entpuppt sich als äußerst analog und „echt“ klingende Wundertüte, die man wahrscheinlich am besten auf Doppel-Vinyl hört. Unter diesen Voraussetzungen hätten ZODIAC geradeaus zum Soundcheck-Sieg marschieren können, leisten sich aber leider ein aufgeblähtes Album mit zwölf Tracks und 60 Minuten Spielzeit, das je nach Geschmack einige Streichkandidaten enthält. Entweder werden sich die Leute an den Jams und Zwischentönen aus der Funk-Lounge stören (die ich in Verbindung mit den amerikanischen Roots höchst originell finde) oder auf eine Reihe Standard-Rocker verweisen, die mit dem Rest der Platte nicht mithalten können. Unantastbar sind die tolle, sich steigernde Single ´A Penny And A Dead Horse´ (mit Steel-Guitar), der düster-melancholische ´Rock Bottom Blues´ und ´Sad Song´, das geradeaus rockende ´Swing On The Run´, die kleine Iron-Maiden-Hommage ´Holding On´ und der perfekte Live-Abschluss ´Just Music´. Das Titelstück ist mir persönlich zu viel The Cult, dürfte aber auf der Bühne hervorragend funktionieren. Unterm Strich ist das immer noch eine reife Leistung, und weil das Album in der Erstauflage mit zwei Live-Tracks vom Rock Hard Festival erscheint, drücke ich bei der Bewertung gerne noch ein Auge zu.


Holger Stratmann 8.0

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