ReviewDynamit

Band
PROCESSION 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #312 
Titel
To Reap Heavens Apart 
Erscheinungsjahr
2013 
Note
9.0 

High Roller/Soulfood (43:56)
Die Prozession zieht weiter: Mainman Felipe Plaza Kutzbach gilt nach den EPs „The Cult Of Disease“ und „Death And Judgement“ sowie dem Full-length-Debüt „Destroyers Of The Faith“ (nicht zu vergessen: die tolle erste 7“ seiner anderen Band Vein) bereits als Heilsbringer des echten Doom, wenn man unter „echtem Doom“ die schwermetallische Variante versteht, die Abstand von Gefuzze, Gerumpel und allzu offensichtlicher Siebziger-Huldigung nimmt. Besonders großen Druck dürfte der Südamerikaner beim Komponieren des abendfüllenden Zweitwerks aber kaum verspürt haben, denn dafür ist seine passionierte chilenisch-dänisch-schwedische Hintermannschaft (Uno Bruniusson sitzt auch bei In Solitude hinter der Schießbude) mittlerweile viel zu eingespielt, und die Vorreiter des Sounds - man höre Candlemass, Solitude Aeturnus, Scald oder While Heaven Wept - haben in ihren Karrieren und Nicht-Karrieren genügend Entschleunigungsratgeber hinterlassen, bei denen man sich hingebungsvoll bedienen kann. ´Damnatio Memorae´ ist mehr Intro als Song, ´The Death Minstrel´ wird getragen von Spoken Words von Primordial-Vorsteher A.A. Nemtheanga, die restlichen vier Tracks, alle überlang, brauchen im Epic Doom momentan keine Konkurrenz zu fürchten: ´Conjurer´ wirkt zunächst vielleicht ein bisschen sperrig, das abschließende ´Far From Light´, das bereits bekannte ´Death And Judgement´ und der überragende, ein wenig an Atlantean Kodex erinnernde Titelsong (was für eine Bridge!) schießen aber sofort ins Herz und lassen PROCESSION mehr denn je zur Lieblingsband avancieren.


Boris Kaiser 9.0

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