ReviewAlbum

Band
GATEKEEPER 
Kategorie
Album 
Heft
RH #372 
Titel
East Of Sun 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
8.5 

Cruz Del Sur/Soulfood (57:14)
Alles, was GATEKEEPER bisher im kleinen Rahmen veröffentlicht haben, verblasst hinter diesem Monsteralbum. „East Of Sun“ ist die neue Referenzklasse für klassischen Metal, sowohl in handwerklicher als auch schreiberischer und ästhetischer Hinsicht. Mythen, Magie und Monster ohne Kitsch, ein umfassendes Repertoire von Schädel spaltendem Speed bis zu pompöser Epik sowie ein Sänger, der in den Fantasiewelten aufzugehen scheint, die Bandkopf Geoff Blackwell schafft. Das tut er mit Respekt fürs Genre, dessen gesamte Geschichte er hörbar tiefer verinnerlicht hat als die meisten jungen Heißsporne insbesondere aus Skandinavien, die wir oft zu schnell hochjubeln. Darum könnt ihr sehr, sehr lange von diesem Album zehren, selbst wenn ihr meint, aus dieser Ecke komme nichts Frisches mehr. Die Bonus-Covers von Omen und Savatage sind hier ausdrücklich nicht die Highlights!
3 Fragen an GATEKEEPER-Gründer Geoff Blackwell:

Geoff, warum habt ihr ´North Wolves´ und ´Swan Road Saga´ von eurer EP „Prophecy & Judgement“ neu aufgenommen?

»Im Vorfeld der Produktion einigten wir uns darauf, Stücke noch einmal einzuspielen, die wir weiterhin live bringen. Da die Band mittlerweile völlig umbesetzt wurde, klingen die beiden Songs anders, zumal wir auch noch einiges umarrangiert haben. Ich finde sie jetzt tighter und energetischer, vor allem was das Schlagzeug und meine Gitarrenarbeit angeht. Zudem interpretiert unser jetziger Sänger JP die Texte frisch. Übrigens ist ´Bell Of Tarantia´ auch ein älterer Track; er stand auf unserer Split-Single mit Funeral Circle.«

´Swan Road Saga´ wurde von „Beowulf“ inspiriert. Welche Beziehung hat man als Kanadier zu europäischer Folklore?

»Die Vorfahren vieler Einheimischer stammen aus Europa; mein Vater ist Engländer, und eine meiner Großmütter Norwegerin, also bekam ich solche Geschichten schon früh mit und interessiere mich nach wie vor dafür. Die Band ist sowieso ein ziemlich bunter Haufen mit Wurzeln im Libanon, in Frankreich und Deutschland. Unabhängig davon muss man manchmal einfach ein Lied über Schwerter schwingende Typen schreiben.«

Bei unserem letzten Interview hast du dich als Schriftsteller geoutet; wo kann man deine Storys lesen?

»Abgesehen von mehreren Kurzgeschichten gibt es momentan eine Handvoll Ideen für Romane. Das Meiste findet sich in den „Swords Of Steel“-Anthologien des Verlags DMR Books und dessen Zeitschrift „Scrolls Of Legendry“, die ich Metal- und Fantasy-Fans nur empfehlen kann. Teilweise ist das Zeug auch im altertümlichen Japan und der Moderne angesiedelt, aber ich habe mich sogar schon an Science-Fiction-Comedy versucht. Im Augenblick will ich mich aber auf die Musik konzentrieren. Wir planen gerade eine Europatour für Anfang 2019 und komponieren bereits für unser zweites Album.«


Andreas Schiffmann 8.5

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