ReviewAlbum des Monats

Band
NECROPHOBIC 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #370 
Titel
Mark Of The Necrogram 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
8.0 

Century Media/Sony (48:14)
Auch wenn Tobias Sidegård definitiv ein starker Sänger ist, der NECROPHOBICs aggressive und bedrohliche Aura mit seinen abgefuckten Vocals wirklich perfektioniert hat, war der Schritt der Band, sich von dem Frontmann, der 2013 wegen häuslicher Gewalt seiner Frau gegenüber im Gefängnis saß, zu trennen, ein absolut richtiger. Während sich die Schweden in mehreren Statements klar von derartigem Verhalten distanzierten, hatten sie parallel im selben Jahr noch mit dem Suizid von Gitarrist und Mitgründer David Parland zu kämpfen. Also musste sich die Truppe zur Hälfte neu formieren: Sebastian Ramstedt und Johan Bergebäck (beide ex-Nifelheim, ex-Black-Trip, ex-Exhumed) sind zurück an der Gitarre, und Anders Strokirk, der NECROPHOBICs Debüt „The Nocturnal Silence“ (1993) eingesungen hat, tritt in die Fußstapfen Sidegårds.
Herausgekommen ist „Mark Of The Necrogram“, ein Album, das fast an alte Erfolge anknüpfen kann und immer noch für sehr guten Black-Death steht. Sidegårds Ecken und Kanten in der Stimme haben das Ganze ziemlich übel und brutal klingen lassen, was mit Strokirk an der Front ein wenig fehlt und etwas glatter wirkt. Dafür bleiben NECROPHOBIC rein musikalisch eine Wucht: Das Brachiale des Death wird mit der blasphemischen Messerschärfe des Black zu einer ziemlich dynamischen, kraftvollen und unaufhaltsamen Bestie, die von Vielfalt sowie fast schon infernalischem Rasen geprägt ist und mit partiell auch mal heulenden, (w)irren Gitarren (´Mark Of The Necogram´) oder schaurigen Intros (´Odium Caecum´) herausragend abgerundet wird. Das fast schon traditionelle Instrumental findet sich diesmal am Ende der Platte, heißt ´Undergången´ und ist ein schaurig-schöner Abschluss für ein wirklich starkes Werk.

DISKOGRAFIE (Alben)

The Nocturnal Silence (1993)
Darkside (1997)
The Third Antichrist (1999)
Bloodhymns (2002)
Hrimthursum (2006)
Death To All (2009)
Womb Of Lilithu (2013)
Mark Of The Necrogram (2018)


LINE-UP

Anders Strokirk (v.)
Sebastian Ramstedt (g.)
Johan Bergebäck (g.)
Alex Friberg (b.)
Joakim Sterner (dr.)


DIE PATEN

Wer auf folgende Acts steht, dürfte auch auf „Mark Of The Necrogram“ abfahren:

Dissection * Defleshed * Merciless * Naglfar * Nifelheim * Dark Funeral * The Crown * Marduk * Absu * Sacramentum * Watain * Possessed * Thanatos * Dismember * Lord Belial


Mandy Malon 8.0

AMAZONEMPFEHLUNG

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen