ReviewAlbum des Monats

Band
ZODIAC 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #318 
Titel
A Hiding Place 
Erscheinungsjahr
2013 
Note
8.0 

Napalm/Universal (49:55)
Der inspirierende Brigitte-Bardot-Verschnitt des Debüt-Covers ist auf dem „A Hiding Place“-Artwork leider nicht mehr zu finden, das neue Model lässt aber auch nur wenig zu wünschen übrig. Die vier Wölfe führen allerdings in die Irre: ZODIAC präsentieren sich wenig bissig, denn sie haben im Laufe der Jahre gelernt, dass Musik nun wirklich nicht immer aggressiv sein muss, um bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Im Vergleich zum ebenfalls herrlich unaufgeregten „A Bit Of Devil“ zeigt man sich sogar noch eine Spur entspannter, typische Hardrock-Riffs sind Mangelware. Stattdessen bedienen sich die vier Herren, darunter mit Nick van Delft einer der besten deutschen Sänger seines Genres und der immer selbstbewusster trommelnde Long-Distance-Calling-Drummer Janosch Rathmer, vor allem im Classic Rock der Siebziger, dazu kommen viel Blues und eine Spur Soul im Sinne von Könnern wie Rival Sons, The Temperance Movement oder Wolfmother. Sämtliche „Rocker“ -  ´Downtown´, ´Underneath My Bed´ oder ´I Wanna Know´ - wissen zu gefallen, ganz bei sich selbst sind ZODIAC aber tatsächlich immer dann, wenn sie in ruhigsten Gewässern schippern: Vor allem ´Leave Me Blind´ und das großartige Neil-Young-Cover ´Cortez The Killer´ suchen weit und breit ihresgleichen.

LINE-UP
Nick van Delft (v./g.)
Stephan Gall (g.)
Ruben Claro (b.)
Jansoch Rathmer (dr.)


DISKOGRAFIE
Zodiac (EP, 2011)
A Bit Of Devil (2012)
A Hiding Place (2013)


DIE PATEN
Dieses Album könnte euch gefallen, wenn ihr auf eine (oder mehrere) der folgenden Bands steht:

Rival Sons * The Temperance Movement * Wolfmother * Graveyard * ZZ Top * Led Zeppelin * Horisont * Joe Bonamassa * Thin Lizzy * Stevie Ray Vaughan * Gov´t Mule * The Black Crowes * Kadavar * Robin Trower * Ten Years After * Bad Company * Free Fall * The Parlor Mob * Dead Lord


Und das sagt Drummer Janosch Rathmer zu „A Hiding Place“:
»„A Hiding Place“ ist für uns ein großer Schritt nach vorne. Die gesamte Produktion war sehr intensiv, und wir haben noch nie so hart an einem Album gearbeitet. Es spiegelt zu hundert Prozent wider, was wir mit ZODIAC darstellen wollen. Auf der EP und dem Debüt befinden sich Songs, die wir immer live spielen werden, aber mit „A Hiding Place“ haben wir diese Mischung aus Bluesrock, Classic Rock und Hardrock noch mehr zu unserem Sound gemacht. Melodien, Riffs, Hooklines und Groove machen für uns gute Rockmusik aus, und daran haben wir sehr viel gefeilt. Es ist einfach wichtig, dass man Fan seiner eigenen Musik ist, ohne dabei arrogant oder selbstverliebt rüberzukommen. Ich hoffe, dass man das der Platte anhört.«


Boris Kaiser 8.0

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