ReviewAlbum des Monats

Band
SHADOW GALLERY 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #99 
Titel
Carved In Stone 
Erscheinungsjahr
1995 
Note
9.5 

Endlich ein neues Lebenszeichen dieser Formation, die, den vielen Leserbriefen nach zu urteilen, mit ihrem Debüt einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. Aufgrund der seinerzeit doch ziemlich verunglückten Produktion hielt sich meine Euphorie jedoch stets in Grenzen. Da dieses Manko auf "Carved In Stone" ausgemerzt wurde, fällt es mir relativ leicht, der Truppe mehr als nur meine Sympathien entgegenzubringen (Gebete? Kerzen? - Red.). Die erst kürzlich um zwei Musiker aufgestockte Kapelle hat sich musikalisch weiterentwickelt und zeigt erstmals richtig, was sie drauf hat: Nämlich konstant viel. So beispielsweise beim packenden, mit schönem Keyboard-/Gitarrenduell ausgestatteten Opener «Cliffhanger«, der an eine kongeniale Mischung aus IQ, Threshold und Dream Theater erinnert und sogar den alten Rainbow-Spirit durchschimmern läßt. Weiter geht's mit dem balladesk beginnenden «Chrystalline Dream«, das in eine fette Midtempo-Nummer umschlägt, die mit ihren satten Chören und Refrains sofort ins Ohr geht. Daß die Mucke trotz bombastisch aufbereiteter Keyboardteppiche nicht in Pathos und rührseligem Pomp erstickt, dafür sorgt neben ausgefeilten, wunderschönen Gitarrenleads die mit mächtig Druck und Drive aufspielende, technisch einwandfreie Rhythmus-Sektion. Der Gesang ist ebenfalls harmonisch und paßt sich hervorragend der jeweiligen Stimmungan. Überhaupt überzeugen SHADOW GALLERY als Band und Einheit, da sich keiner der Musiker in den Vordergrund drängt. Vorzüge und Pluspunkte, die man auf dem Debüt wirklich nur mit viel Phantasie erahnen konnte. Weitere Highlights dieses Silberlings sind neben dem harten «Celtic Princess« das episch angehauchte «Alaska«sowie das wahrhaft göttliche «Ghostship«, das Dream Theaters «Metropolis« in nichts nachsteht. KlarerFall: PFLICHTKAUF!!!


Wolfgang Schäfer 9.5

AMAZONEMPFEHLUNG