RH #373Titelstory

GHOST

Die Maske fällt

Ghost

Kein Zweifel: Mit „Prequelle“ werden GHOST zum Sprung in die ganz großen Hallen ansetzen. Gleichzeitig tritt mit Album Nummer vier erstmals der Mann hinter der Maske in den Vordergrund: Tobias Forge. Und der Schwede braucht weder Weihrauch noch Papa Emeritus, um sich mit einer Aura des Mysteriösen zu umgeben – auch wenn er sich im Rock-Hard-Interview so offen wie nie zuvor gibt.

Du hast doch nicht vor, Tobias um ein Selfie zu bitten? Eine Journalistin hat das nämlich heute schon probiert“, zuckt der zuständige Promoter halb belustigt, halb besorgt mit den Schultern. Herr Forge schätzt keine Fotos seiner weltlichen Existenz, ohne den Talar seines anderen Ichs Papa Emeritus oder die Kutte eines namenlosen Ghouls. Oder das Hütchen von Kardinal Copia, seit neuestem. Solche Bilder wären auch nichts Besonderes. Schon gar nicht bei diesem Interviewtermin in einem schicken Hotel am Prenzlauer Berg, wo der GHOST-Alleinherrscher Hof hält und über sein neues Album spricht. Inmitten der Berliner Hipster-Crowd fällt der 37-Jährige nicht im Geringsten auf: von der Statur her schmächtig und unscheinbar, die schwarzen Haare mit Gel hochgestellt, an der abgetragenen Lederjacke Pins von Venom, Bathory, Kiss und den Stooges. In seinem Blick liegt jedoch etwas Lauerndes, Forderndes, wenn er den Gesprächspartner taxiert und mit bedachter Stimme zu Monologen ansetzt, die mitunter etwas ausufern können. Nur zur Begrüßung hält er sich knapp: »Ich bin gestern in Berlin angekommen, wobei ich auf das...

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