RH #372Interview

DIMMU BORGIR

Die im Dunkeln sieht man nicht

Dimmu Borgir

Norwegens Düster-Institution DIMMU BORGIR serviert nach knapp acht Jahren Pause mit „Eonian“ ein weiteres Lehrstück in Sachen Pomp-Extrem-Metal und fordert den HörerInnen diesmal auch inhaltlich ´ne Menge ab. Wem Dimensionssprünge und schamanische Rituale dann doch zu anstrengend sind, der geht einfach zum nächsten „Star Trek“-Klassentreffen.

War der zumindest für „Uneingeweihte“ latent albern klingende Titel des Vorgängers „Abrahadabra“ noch einer Zauberformel des Okkultisten Aleister Crowley geschuldet, geht´s jetzt in die Vollen. „Eonian“ (vordergründig und nicht sonderlich erklärend mit „äonisch“ übersetzbar) ist ein Quasi-Konzeptalbum mit durchaus philosophischem Tiefgang. Sven Atle Kopperud alias Silenoz ist Gitarrist, Komponist und auf „Eonian“ alleiniger Texter. Der 41-Jährige hat bereits in früheren Interviews durchscheinen lassen, dass sich seine Band parallel zur musikalischen Entwicklung auch textlich weit von sämtlichen schwarzmetallischen Klischees entfernt hat, sich aber zugleich nie genauer in die Karten blicken lassen. Auf „Eonian“ hingegen ist er dermaßen stolz, dass er zumindest fürs Rock Hard ausführlich Licht ins Dunkel bringt.

Silenoz, „Eonian“ ist ein ziemlich ominöser Albumtitel. Das ist bestimmt Absicht, da ihr den Fans schon seit langem ein großes Maß an Fantasie abverlangt, wenn es um eure Lyrics geht.

»Damit triffst du den Nagel auf den Kopf (lacht). Ich möchte nicht, dass die Hörer mit einer vorgefassten Meinung an die Platte herangehen. Das...

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