RH #369Interview

PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS

»Lemmy hätte es geliebt«

Phil Campbell & The Bastard Sons

Gitarrist PHIL CAMPBELL hat seine einst als Motörhead-Nebenprojekt gestarteten BASTARD SONS inzwischen zum Hauptjob ausgebaut. Mit „The Age Of Absurdity“ liegt jetzt der erste reguläre Longplayer vor und ist im Vergleich zu der halbgaren selbstbetitelten EP von 2016 ein deutlicher Schritt nach vorn.

Instrumental könnte „The Age Of Absurdity“ als ´ne etwas edlere Version von Motörhead durchgehen: detailfreudiger, kompositorisch offener und ohne Lemmys Signature-Bass- und Mikro-Geknarze natürlich um einiges glatter. Was sich für Motörheadbanger wie ein Mankö liest, entwickelt sich bei PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS zu einem überraschenden Trumpf. Frontmann Neil Starr (ex-Attack!-Attack!, Dopamine) drückt der Waliser Gang durch seinen sauberen, sympathischen Gesang einen ganz eigenen, extrem frischen Stempel auf. Der Rest der Kapelle – neben Phil Campbell noch dessen Söhne Todd (g.), Tyla (b.) und Dane (dr.) – haut diverse Motör-Déjà-vus raus (checkt speziell ´Gypsy Kiss´ und ´Dropping The Needle´), verlässt aber auch gern mal das angestammte Terrain in Richtung „alternativerer“ Klänge und lässt dann das zumindest im Vergleich zu Motörhead recht junge Durchschnittsalter der Herren durchscheinen. Nicht schlecht für ´ne Kapelle, die im Suff auf ´ner Geburtstagsparty eines der Campbell-Söhne entstand. Als praktischer Nebeneffekt dieses Quasi-Jungbrunnens blüht Campbell senior richtig auf und hat unüberhörbar Spaß an der Sache, nachdem er bei Motörhead eher der grummelige Typ war und darüber hinaus durch eine extreme Interviewphobie auffiel. ...

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23.06.2018
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