RH #364Interview

LEPROUS

Goldene Himbeeren

Leprous

Einar Solberg lacht ununterbrochen und ist richtiggehend aufgedreht, wenn er über LEPROUS´ Musik philosophiert, deren aktuell besonders klaustrophobische, bedrückende Aura so gar nicht zum heiteren Gemüt des Hauptkomponisten und Frontmanns passt. Man mag die Norweger momentan als Prog-Goldjungen ansehen, doch sie sind, wie sich im Gespräch herausstellt, in mehrfacher Hinsicht eine alles andere als alltägliche Band.

Einar, ihr hattet noch nie eine nach Plastik klingende Produktion, habt aber diesmal besonders großen Wert auf Natürlichkeit gelegt. Wie muss man das verstehen?

»Unsere bisherigen Alben hatten zwar keinen künstlichen Sound, doch vor allem „The Congregation“ wirkt auf mich mittlerweile zu gezügelt und perfekt. Während der endgültige Klang damals sozusagen erst beim Abmischen eingestellt wurde, entstand er diesmal direkt bei den Aufnahmen, ohne dass wir hinterher noch daran hätten herumdoktern müssen. Das war eine erfreuliche Erfahrung, und der nächste logische Schritt besteht darin, dass wir den Nachfolger zu „Malina“ voraussichtlich gemeinsam live einspielen werden.«

Die Texte der neuen Stücke sind so abstrakt wie das Cover des Albums. Folgen sie einem Konzept?

»Nein, das wollten wir vermeiden, weil es für Prog-Bands zum Klischee geworden ist. Konzeptalben können großartig sein, wenn ihnen ein wirklich starkes Thema zugrunde liegt, aber uns fiel keines ein, und wir wollten nichts übers Knie brechen. Die Songs stehen jeweils für sich selbst, beschäftigen sich aber alle...

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