RH #359Festivals & Live Reviews

NASTY SAVAGE

Metal Assault VII

Nasty Savage

Im letzten Jahr war Steve Grimmett mit Grim Reaper noch Gast beim Metal Assault gewesen. Wie sich herumgesprochen hat, meinte es das Schicksal seither leider nicht gut mit dem Sänger: Steve hat seinen rechten Unterschenkel verloren und sitzt derzeit auf astronomischen Kosten für seine medizinische Versorgung. Daher gab es beim diesjährigen Festival zwei Spendenkassen, in die die etwa 1.000 zahlenden Zuschauer insgesamt 1.640 Euro einwarfen, um Steve unter die Arme zu greifen. Ein schönes Beispiel für die weltweite Solidarität unter den Metallern.

Für den mitreißenden musikalischen Auftakt sorgen die jungen Wilden von BLACKSLASH, bei denen bis auf den einen halben Meter zu hoch hängenden Bass alles hundertprozentig auf Achtziger getrimmt ist. Die stimmigen Songs und die energiegeladene Performance runden den positiven Eindruck ab.
Auch VULTURES VENGEANCE legen sich mächtig ins Zeug, doch musikalisch und soundtechnisch wirkt die Darbietung der Italiener leider arg kraftlos.
Das macht der nachfolgende Geier ohne Rachepläne deutlich besser. VULTURE müssen zwar mit technischen Unzulänglichkeiten in Form eines mittelfrequenten Pfeiftons kämpfen, aber wenn die Band mit ihrem angeschwärzten Speed Metal loslegt, gibt es nur noch ein Feedback, nämlich bangende Köpfe in der ganzen Manege. Zudem bieten die Flattermänner die vermutlich höchste Nietendichte der gesamten Tages, was sich gewiss nicht auf die musikalischen Fähigkeiten der Musiker bezieht. (sg)
Studiotechnisch konnten die...

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