RH #358Krach von der Basis

AUROCH

Hochgestochene Tieffliegerei

Auroch

Um Sänger und Gitarrist Sebastian Montesi abseits des gewöhnlichen Musikinterviews aus der Reserve zu locken, muss man eingehende Recherche betreiben, und selbst dann muten seine Antworten gelinde gesagt sonderbar an. Das tut der Qualität von „Mute Books“, der jüngsten Veröffentlichung seiner Band, natürlich keinen Abbruch, sondern bestätigt vielmehr den Eindruck, dass sie eine sehr spezielle Gruppe im weiten Death-Black-Kosmos ist.

Sebastian, inwieweit beeinflussen der urbane Raum Vancouvers und die Landschaft von British Columbia bzw. Westkanada die Musik von AUROCH?

»Man wird logischerweise zwangsläufig von seiner Umwelt und der Natur geprägt, auch wenn es nur indirekt geschehen mag. Vancouver ist eine ganze besondere Stadt, die topografisch eine Menge zu bieten hat. Außerdem wohnt ihr unterschwellig immerzu eine merkwürdig überspannte Stimmung inne. Das Land und die Leute haben definitiv dazu beigetragen, dass wir als Band so schroff klingen. Beide genießen unsere äußerste Hochachtung.«

Da ihr quasi ein Ableger der stilistisch ähnlich angesiedelten Mitochondrion seid: Wie unterscheidet sich die Herangehensweise an Musik in beiden Bands?

»Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass der Vorgang des Komponierens unterschiedlich abläuft. Nick Yanchuk ist der Hauptsongwriter von Mitochondrion, wohingegen bei AUROCH für gewöhnlich Zack Chandler das Ruder in der Hand hält, wenn es darum geht, neues Material zu schreiben.«

Auf „Mute Books“ sticht insbesondere ´Say Nothing´ heraus....

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