RH #353Interview

OPETH

Ian, Phil und der Pfau

Opeth

Dass „Sorceress“ zu den wichtigsten Alben des Jahres 2016 zählen wird, bedingt allein schon OPETHs Status nicht nur in Metal-Kreisen, doch selbst wer nicht irgendwo in Szenehaft sitzt und die neuen Songs der Schweden hört, erkennt schnell, dass hier Musik für die Ewigkeit geschaffen wurde – ein zukünftiger Klassiker, den sich Bandkopf Mikael Åkerfeldt gleichwohl nicht selbst zuschreiben möchte. Stattdessen isst er während unseres Interviews lieber zu Mittag und knüpft Assoziationsketten zu alten Helden, sinniert übers Erwachsenwerden und Altersversorgung für Musiker.

Mikael, die Texte auf eurem neuen Album sollen sich eingehend mit dem ewigen Thema Liebe auseinandersetzen. Wie bist du darauf gekommen, wo doch bisher alles bei OPETH vage gehalten wurde?

»Ich weiß selbst nicht so richtig, ob man es ein Liebesalbum nennen kann. Dem Thema widmen wir uns aber auch nicht zum ersten Mal, denn ich habe es schon früher hin und wieder angeschnitten. Einiges auf „Sorceress” behandelt die negativen Seiten von Zuneigung anderen Menschen gegenüber: Obsession, Besitzergreifen, wirre Gedanken, Aggression und Eifersucht, Unsicherheit, Verbitterung und dergleichen. Ist es nicht seltsam, wie viel Schlechtes aus einem eigentlich positiven Gefühl entstehen kann? Ich schätze, teilweise hat mich mein Privatleben dazu inspiriert, aber um ein Konzeptalbum handelt es sich nicht.«

Was hat es mit dem angeblich hörbaren Einfluss der obskuren italienischen Progger Il Paese Dei Balocchi auf sich?

»Nichts...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

ReviewsOPETH

SorceressRH #353 - 2016
Nuclear Blast/Warner (56:43)Sir Åkerfeldt geht mal wieder nicht den einfachen, ...
Pale CommunionRH #328 - 2014
Roadrunner/Warner (55:53)Ihr habt kein Problem damit, dass OPETH keine Death-Met...
HeritageRH #293 - 2011
Roadrunner/Warner (57:05) Radikale Stilwechsel nach über 20 Jahren Bandgeschic...
The Candlelight Years
(209:15) Spätestens seit ihren beiden letzten bei Roadrunner veröffentlichten...
WatershedRH #253 - 2008
(55:02) Wer gedacht hatte, auch mit dem prächtigen „Ghost Reveries“ hätte...
The Roundhouse Tapes
(95:21) Diese schick verpackte Doppel-Live-CD ist gewissermaßen ein Abschieds...
Ghost ReveriesRH #220 - 2005
(66:51) Kaum zu glauben, aber OPETH haben sich erneut gesteigert. Das begnadete...
Lamentations
Wenn man mal davon absieht, dass OPETH auf der Bühne nicht gerade die extrovert...
Damnation RH #192 - 2003
(43:21) Wie angekündigt legen die schwedischen Depri-Metal-Kings nur wenige M...
DeliveranceRH #187 - 2002
(61:52) Obwohl ich die stil- und geschmackvoll zwischen Todesblei und Progressi...
Blackwater ParkRH #166 - 2001
(67:14) Im Gegensatz zum letzten Dynamitalbum "Still Life" legen die schwedische...
Still LifeRH #150 - 1999
Ein CD-Päckchen fische ich meist nur dann mit Andacht aus dem Briefkasten und r...
My Arms, Your HearseRH #135 - 1997
OPETH sind ein weiteres typisches Beispiel dafür, daß es in der heutigen Musik...
MorningriseRH #111 - 1996
Ganz schön abgepfiffen, was uns die schwedische Düster-Combo OPETH auf ihrem n...