RH #352Interview

RUNNING WILD

Der Zauber steckt im Detail

Running Wild

Es geht doch: Rock´n´Rolf hat seine fast zwei Jahrzehnte währende kreative Durststrecke endlich überwunden und liefert auf dem neuen RUNNING WILD-Album „Rapid Foray“ wieder deutlich stärkere Kompositionen ab. Wir werfen mit Rolf einen Blick hinter die Kulissen und aufs Weltgeschehen.

Rolf, zuerst einmal möchte ich mich nach deinem Gesundheitszustand erkundigen. Eine Schulterverletzung hatte dich zwölf Monate außer Gefecht gesetzt.

»Mittlerweile ist der Vorfall ja zwei Jahre her, von daher ist es erheblich besser. Aber ein Schulterbruch ist immer eine langwierige Geschichte, vor allem weil der Arm komplett aus der Schulter raus war.«

Hattest du durch den krankheitsbedingten Ausfall mehr Zeit, dich mit den neuen Kompositionen zu beschäftigen?

»Leider nicht, weil ich gar nicht Gitarre spielen konnte. Bis auf ein paar Fingerübungen war nichts drin. Es hat lange gedauert, bis ich die Gitarre wieder länger als eine halbe Stunde zur Hand nehmen konnte. Ich hätte mich zwar auf theoretischer Ebene mit den Songs befassen können, war da aber noch nicht in der Phase des Texteschreibens.«

Ich frage deshalb, weil „Rapid Foray“ ausgearbeiteter und komplexer als die beiden Vorgängerwerke klingt.

»Das ist quasi im Nachgang passiert. Da es so ein langer Zeitraum war, hatte ich eine ganze Menge Songskizzen sammeln können. Nachdem sich herauskristallisiert hatte, welche Ideen ich zu Songs forme, war klar, dass die Tracks nach mehr Detailarbeit verlangen, weil die Grundideen anders angelegt waren. Und...

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