RH #351Interview

EQUILIBRIUM

Schluss mit lustig!

Equilibrium

Bayerns EQUILIBRIUM kehren auf dem symptomatisch betitelten neuen Album „Armageddon“ ihrem früheren Methorn-Metal-Image fast vollständig den Rücken. Gitarrist und Bandboss René Berthiaume (35) hat dafür gute Gründe.

René, ihr habt schon mehrmals ein düstereres Werk angekündigt, doch diesmal stimmt´s sogar. Wie kommt´s?

»Wir haben das tatsächlich öfter gesagt und klangen dann trotzdem immer wieder fröhlich (lacht). Aber auf „Armageddon“ haben wir kaum noch Klamauk dabei. Wir haben uns mehr auf die epischen Elemente statt auf die Party/Sauf-Songs konzentriert, mit denen wir es auf der letzten Platte fast übertrieben haben. In der Richtung besteht kein Bedarf mehr. Ich denke nicht, dass wir noch mal so was wie ´Wirtshaus Gaudi´ machen werden.«

Auch die germanische Mythologie und das dazugehörige Brauchtum bleiben quasi komplett außen vor.

»Das ist von Album zu Album weniger geworden. Mittlerweile ist das Historische und Volkstümliche kaum noch vorhanden. Wir haben das ausgiebig behandelt, außerdem berühren mich aktuelle Themen einfach mehr. Man sollte nicht unbedingt an überholten Traditionen festhalten.«

Da du ohnehin alle Songs schreibst sowie Produzent, Mixer und einziges Originalmitglied bist, ist so eine Kurskorrektur für dich kein großes Problem.


»Eine Art musikalischer Leiter war ich schon immer, aber inzwischen komponiere ich die komplette Musik und verfasse auch alle Texte. Die restlichen Bandmitglieder haben andere Projekte, um sich kreativ auszutoben. Wenn sie eine Idee...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.