RH #351Interview

HAMMERS OF MISFORTUNE

Revolutionen? Bullshit!

Hammers Of Misfortune

Alle, für die „normal“, „monoton“ und „Schublade“ Fremdwörter sind, sollten die Ohren spitzen, die Augen weiten und sich mit den folgenden Worten John Cobbetts zum Hören der neuen HAMMERS OF MISFORTUNE-Platte inspirieren lassen – der Sänger und Gitarrist verrät uns nämlich ein paar Geheimnisse zu „Dead Revolution“.

John, HAMMERS OF MISFORTUNE sind zurück – wie fühlt sich das an?

»Super, wie ein Meilenstein im Leben. So ein Album fertigzustellen, ist ´ne fette Sache, schließlich bleibt es auch noch lange nach deinem Tod bestehen (lacht).«

Genau, mit im Gepäck habt ihr „Dead Revolution“. Beziehst du das auf das Ende einer Revolution, oder wieso „dead“?

»Ich meine damit Revolutionen, die auf einer Lüge basieren. Denk nur daran, wie vermeintliche Revolutionen als Marketingtrick missbraucht werden, oder aber die Revolutionen, die groß angekündigt, aber nie vollzogen werden. Ich hätte das Album auch „Bullshit Revolution“ nennen können, empfand das aber nicht als einen guten Titel.«

Hast du ein bestimmtes Beispiel im Kopf?

»San Francisco, der Ort, wo ich lebe, ist ein interessantes Beispiel. Die Stadt wird oft als die liberalste und mental fortschrittlichste gesehen. Doch jegliche „revolutionären“ Ideale, die hier seit den 1960ern aufgekommen sind, sind im Endeffekt fehlgeschlagen. Mittlerweile ist selbst das Atmen zu teuer, also fliehen die meisten Künstler von hier – so wie ich übrigens auch in naher Zukunft. Außerdem siehst du überall Obdachlose, die in Zeltlagern schlafen müssen. Von...

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