RH #348Lauschangriff

KATATONIA

Die Katatonie endet nie

Katatonia

Satte vier Jahre nach ihrem letzten Studioalbum gehen Schwedens Düster-Artrock-Könige KATATONIA mit „The Fall Of Hearts“ wieder an den Start.

Wobei die lange Pause relativ zu sehen ist, immerhin gab es nach „Dead End Kings“ mit „Dethroned & Uncrowned“ und „Sanctitude“ auch zwei akustische Intermezzi. Wer nun glaubt, dass die beiden sanften Experimente Auswirkungen auf den Sound der schwedischen Trauerweiden-Institution gehabt haben könnten, irrt:
»Wenn überhaupt, dann hatten wir Lust, bei der Härte wieder einen Zacken draufzulegen und die Schwere der Kompositionen zu erhöhen, womit wir uns auch unseren Metal-Roots angenähert haben«, erklärt Sänger Jonas Renkse.
Metal-Roots? Mehr Härte? Nun ja. Die Änderungen im Hause KATATONIA fallen anno 2016 in homöopathischen Dosen aus. Der überlange Opener ´Takeover´ ist diesbezüglich gleich mal der Brüller, denn er beginnt so unspektakulär und bandtypisch, als wäre er direkt aus der Mitte von „Dead End Kings“ herauskopiert worden. Wer sich von der Band nach der kreativen Auszeit also einen großen Sprung nach vorne – oder zurück, je nachdem – erhofft hat, könnte unter Umständen enttäuscht werden. Unter der Oberfläche tut sich jedoch einiges: Das Drumming ist unter Neuzugang Daniel Moilanen progressiver und treibender geworden, die Gitarren perlen in unwiderstehlicher Eleganz, und Kompositionen wie ´Serein´ oder ´Old Heart Falls´ sind schlichtweg makellose Artrock-Monumente mit cleveren Arrangements und starken Refrains. Andererseits drängt...

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