RH #347Interview

BLOOD CEREMONY

Wein, Weib und Gesang

BLOOD CEREMONY

Zunächst einmal bitte ich um Entschuldigung für die völlig ausgeleierte, sinnbefreite Überschrift dieser Story. Aber es geht hier nun mal um BLOOD CEREMONY, deren Sängerin Alia O´Brien, ihr neues Album „Lord Of Misrule“ und um ein Saufgelage im alten Rom. Also, was will man da machen?

Drei Tage im Dezember herrschte im alten Rom Ausnahmezustand – dann feierte die ganze Stadt die Saturnalien. Herren verkleideten sich als Sklaven und Sklaven als Herren, um Saturn zu danken, jenem Gott, der die Felder fruchtbar machte und Nahrung gab. Und zu trinken: Schließlich, so die Legende, hatte niemand anderer als der Gott höchstselbst den Römern einst die Kunst des Weinbaus gelehrt. Neben den sozialen Schranken fielen im Alkoholrausch auch die sittlichen, wofür nicht zuletzt der Saturnalicus princeps sorgte – der „Lord Of Misrule“. Ihm kam die ehrenvolle Aufgabe zu, ein närrisches Regiment zu führen und die Teilnehmer unablässig zum Saufen aufzufordern. Dazu wies er ranghohe Persönlichkeiten an, nackt ein Liedchen zu trällern und leicht geschürzte Flötenspielerinnen im ganzen Haus herumzutragen – um sie anschließend in einen Bottich mit kaltem Wasser zu werfen.

Flötenspielerin Alia O´Brien (ich bitte um Applaus für diese Überleitung des Jahrhunderts) (Applaus, Applaus! - Red.) kennt die Geschichte natürlich, die sich im mittelalterlichen Europa fortsetzte, in Frankreich etwa als Narrentag oder in England als „Feast of Fools“:

»Die Quelle unserer Inspiration für dieses Album war „Der goldene...

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