RH #346ToneZone

PESTILENCE, OBSCURA, SALAZH TRIO

»Wir waren unserer Zeit wohl voraus«

Jeroen Paul Thesseling

Name: Jeroen Paul Thesseling
Bands: Salazh Trio, ex-Pestilence, ex-Obscura
Instrument: Bass

Jeroen Paul Thesseling zählt zu den Vorreitern der Tieflader unter den E-Bassisten und spielt mittlerweile fast nur siebensaitige Instrumente mit F#-Stimmung. Im persönlichen Gespräch zeichnet der humorvolle 44-Jährige ein ganzheitliches Bild vom Menschsein und Musikmachen, gibt aber auch einen Ausblick auf anstehende neue Projekte.

Jeroen, du bist vor allem als Prog-Death-Bassist bekannt, kommst aber von einer ganz anderen Baustelle, richtig?

»Ich fing als Siebenjähriger mit klassischem Geigenunterricht an. Meine Eltern drängten mich zu nichts, aber Musik begeisterte mich so sehr, dass ich schon früh wusste, was ich mit meinem Leben anfangen wollte. 1988 besuchte ich das Konservatorium in Enschede, nachdem ich Gefallen an Rockmusik gefunden hatte. Deshalb musste ich ein Instrument lernen, das man eher in einer Band spielen konnte. Ich hatte Metal entdeckt, Sachen wie Metallicas „Ride The Lightning“, und machte gleichzeitig eine Jazzausbildung, hatte also immer auch einen akademischen Bezug zur Musik. Schließlich lernte ich in einem Liveclub der Stadt Patrick Mameli kennen, der mir anbot, bei Pestilence einzusteigen, die gerade ihre progressive Phase durchmachten. Gemeinsam entstand 1993 das Album „Spheres“, mit dem wir unserer Zeit rückblickend wohl voraus waren. Patrick, ein sehr offener und begabter Mensch, hat letztlich die Weichen dafür gestellt, dass ich im Metal landete. Vor allem Steve DiGiorgio schätze ich für seinen unverkennbaren Sound und seine Präsenz. Er war im harten Metal der erste hervorstechende Bassist. Sein Spiel auf Deaths „Human“ ist für mich der Schlüssel, obwohl er zu leise abgemischt wurde.«...

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