RH #337Interview

Leise Lautmaler

KLONE

Interviews mit Schlagzeugern sind eine heikle Sache, doch bei Florent Marcadet darf man nach kurzer Gesprächszeit Entwarnung geben. Der 33-Jährige entschuldigt sich zwar ständig für sein „Frenglisch“, gibt aber alles Wissenswerte über „Here Comes The Sun“ zum Besten, das formidable neue Album seiner Band.

Florent, KLONE sind spätestens mit ihrer letzten Platte sanfter geworden, und die neue setzt diesen Trend fort. Woran liegt das?

»Ich glaube, wir wollten schon seit unserer Gründung eher Rock als Metal spielen, obwohl wir dann jahrelang viel härtere Musik gemacht haben. Als es nun ans Schreiben neuer Songs ging, nahmen wir uns vor, unsere Pop- und Alternative-Einflüsse nicht auszublenden, denn jeder in der Band wünschte sich ein langsameres, atmosphärisches Album. Wir wollten mehr sein als eine Metalband, aber es war eine natürliche Entwicklung und geschah nicht zwanghaft. Im Gegenteil: Zuvor bemühten wir uns, heavy zu sein, doch „Here Comes The Sun“ könnte nicht ehrlicher sein. Unser Gitarrist Guillaume komponiert fast die ganze Musik allein und steht auf Progressive Rock der 1970er, also King Crimson oder Pink Floyd, und auf aktuellere Sachen wie Porcupine Tree können wir uns alle einigen.«

Das lässt sich anhand der mäandernden neuen Stücke und Texte nachvollziehen, die sich oft hypnotisch wiederholen.

»Ich habe sie nur überflogen, glaube aber, dass es unserem Sänger Yann vor allem darum geht, dass etwas gut klingt, und er erst danach an mögliche Inhalte denkt. Er drückt...

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