RH #326Interview

JUDAS PRIEST

Bis zum bitteren Ende

JUDAS PRIEST

„Redeemer Of Souls“ ist nach dem missglückten Konzeptalbum „Nostradamus“ die erste JUDAS PRIEST-Platte seit sechs Jahren und markiert gleichzeitig den Studio-Einstand von Richie Faulkner, der vor drei Jahren den ausgestiegenen Gitarristen und Songwriter K.K. Downing ersetzte. Wir gingen beim Ortstermin in London der alles entscheidenden Frage auf den Grund, ob das Album der erhoffte Befreiungsschlag oder nur ein lauer Aufguss vergangener Großtaten ist.

Ganze drei Songs, nämlich das Titelstück, ´March Of The Damned´ und ´Metalizer´, wurden vor Reiseantritt per E-Card, die exakt einen Tag lang abrufbar war, an die Presse verschickt. Erst unmittelbar vor den Interviews gab es in der Londoner Sony-Zentrale eine Listening-Session des kompletten Albums (allerdings ohne die fünf Bonustracks). Für eine vernünftige Gesprächsvorbereitung ist das etwas dünn, aber selbst nach nur einem Durchlauf lässt sich festhalten, dass „Redeemer Of Souls“ das beste JUDAS PRIEST-Album seit dem Wiedereinstieg von Sänger Rob Halford ist. Das finden natürlich auch Basser Ian Hill, Neuzugang Richie Faulkner und Halford selbst, die es sich in einem abgedunkelten Besprechungsraum direkt neben der Firmenkantine bequem gemacht haben und unsere Fragen erwarten. Halford trägt Schwarz, Sonnenbrille und einen Anglerhut auf dem Kopf und wirkt wie immer völlig unangreifbar, während Richie Faulkner Enthusiasmus verbreitet. Der Neuzugang und nach eigenen Aussagen „riesengroße JUDAS PRIEST-Fan“ wird während des Gesprächs mehrfach von der Ledercouch aufspringen, um seinen Worten mit entsprechenden Gesten Nachdruck zu verleihen. Die größte Überraschung an diesem Tag ist jedoch Ian Hill. Der unscheinbare und gänzlich allürenfreie Bassist, der problemlos als Stammgast eines x-beliebigen Pubs durchgehen würde, erweist sich als humorvoll und beteiligt sich mehrfach unaufgefordert (!) am Interview. Das ist nicht weniger als eine echte Sensation, denn für gewöhnlich gefällt sich Mr. Hill in der Rolle des stillen Beobachters, der nicht mehr tut, als bedächtig vor sich hinzuatmen. ...

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