RH #323Lauschangriff

SABATON

Wir waren Helden

SABATON

Ein Franzose, ein Däne und ein Deutscher treffen sich an der Bar eines Bowling-Centers in Stockholm. Klingt wie der Beginn eines schlechten Witzes? Möglicherweise, beruht in diesem Fall aber auf einer wahren Begebenheit: SABATON luden Ende Februar in die schwedische Hauptstadt, um der versammelten Presse ausgerechnet in einem Bowling-Club namens „Ballbreaker“ ihr neues Album „Heroes“ (VÖ: 16. Mai) zu präsentieren.

Weniger Pomp, mehr Auf-die-Fresse, so der allgemeine Eindruck der gesammelten Mannschaft nach einem ersten Hördurchlauf. „Heroes“ kommt im Vergleich zum zwei Jahre alten Vorgängeralbum „Carolus Rex“ mit deutlich reduzierten Keyboards und einem wuchtigeren Gesamtsound daher. Das bestätigt auch Sänger und Hauptsongwriter Joakim Brodén im anschließenden Gespräch:

»Wir haben über solche Dinge im Vorfeld überhaupt nicht nachgedacht, das hat sich einfach so ergeben«, plaudert der Mittdreißiger mit dem charakteristischen Schuhbürstenschnitt drauflos. »Ich halte nichts davon, sich schon während des Songwritings auf solche Dinge festzulegen. Damit limitiert man sich nur selbst. Man sollte sich schlicht und einfach darauf konzentrieren, gute Stücke zu schreiben. Durch die Umgebung und die eigenen Hörgewohnheiten wird man ohnehin mehr als genug beeinflusst. Es funktioniert für mich persönlich sehr gut, mich vor dem Songwriting mit etwas zu beschäftigen, was mich in einen bestimmten emotionalen Zustand versetzt. Das mag eine Fernsehserie, ein Buch oder auch klassische Musik...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.