RH #302Festivals & Live Reviews

DELAIN, HALCYON WAY, TRILLIUM

Köln, Luxor

DELAIN

Scheinbar haben sich die (Live-)Qualitäten von Delain zumindest hierzulande noch nicht allzu weit herumgesprochen, denn anders ist es kaum zu erklären, dass das heutige Konzert wegen schlechter Vorverkaufszahlen vom altehrwürdigen Kölner Gloria ins wesentlich kleinere Luxor verlegt werden muss. Letzten Endes ist auch dieser Laden bestenfalls halb gefüllt, die Laune verdirbt das jedoch niemandem.

Um Viertel nach sieben eröffnen HALCYON WAY den Abend, wollen mit ihrem zumindest heute ziemlich rumpelig und zudem schlecht gemischt klingenden Progressive Metal jedoch nicht so recht zum übrigen Billing passen und ernten somit eher gemischte Reaktionen.

Ganz anders sieht die Sache bei TRILLIUM aus: Die international besetzte Band um Amanda Somerville passt stilistisch hervorragend zum Headliner, hat eine unglaublich starke und gut gelaunte Frontlady am Start und dementsprechend das Publikum im Nu in der Tasche. Zwischen den Songs versucht sich die sympathische Amerikanerin schelmisch kichernd an erstaunlich akzentfrei vorgetragenen deutschen Ansagen („Deine Mutter hat dicke Titten!“) und steht ganz klar im Vordergrund ihrer ansonsten eher blass agierenden Musikertruppe.

Nachdem das Publikum durch Trillium hervorragend in Stimmung gebracht wurde, starten DELAIN um halb zehn mit ´Mother Machine´ von ihrem kurz vor der Veröffentlichung stehenden Album „We Are The Others“ in eine gut 90-minütige Show. Die Entscheidung, fast die Hälfte des Sets mit Songs einer Platte zu füllen, die zum...

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