RH #290Krach von der Basis

SPEARHEAD

Die Macht der Zeit

Die aus dem Süden Englands stammenden SPEARHEAD mischten die Death-Metal-Basis mit ihrem letzten Longplayer „Decrowning The Irenarch“ gehörig auf. Hart, präzise und mit einem wohldosierten Schuss Black Metal verfeinert, röhrte das Album wie eine gut geölte Kriegsmaschine aus den Boxen. Und auch der neueste Streich „Theomachia“ ist alles andere als friedliebender Kuscheltod.

In der Vergangenheit gab es Texte zum Thema Krieg bzw. zur Philosophie des Krieges. Welches lyrische Konzept liegt der neuen Platte zugrunde?

»„Theomachia“ beschäftigt sich mit der zyklischen Beschaffenheit der Zeit«, setzt Sänger/Bassist Barghest zur Erklärung an. »Aufstieg und Niedergang, Ebbe und Flut als Gegensatz zur modernen westlichen Vorstellung von einer fortwährenden, geradlinigen Weiterentwicklung. Es geht um die Betrachtungsweise einer Zivilisation als organisches Gebilde. Anfällig für Erkrankungen und Überalterung wie jeder andere Organismus. Eine Betrachtungsweise, die sich in zahllosen überlieferten Mythologien und Philosophien wiederfindet. Man hat die Wahl, entweder in den Flammen des Verfalls unterzugehen oder aber zum Autokraten der eigenen Existenz zu werden. Grundsätzlich baut „Theomachia“ inhaltlich auf den Ideen von „Decrowning The Irenarch“ auf.«

Einer der neuen Songs trägt den Titel ´The Lie Of Progression´. Von welcher Lüge sprechen wir hier genau?

»Die Lüge bezieht sich auf den Irrglauben, dass wir uns tatsächlich weiterentwickeln. Das ist die größte Selbsttäuschung der...

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