RH #289Lauschangriff

SYMPHONY X

»Ich kann´s nicht mehr hören!«

»Je edler ist, worauf du wartest, umso weniger wichtig ist, wann es kommt!« Mit derartigen Sinnsprüchen muss man sich als SYMPHONY X-Fan moralisch immer wieder über Wasser halten, denn unter vier Jahren macht es das Quintett aus New Jersey scheinbar nicht mehr. Dafür entschädigt „Iconoclast“ einmal mehr im großen Stil. Denn eines ist sicher: Auch mit ihrem achten Album setzen SYMPHONY X neue Maßstäbe.

»Wir hätten das Album natürlich gern schon vor der „Power Of Metal“-Tour veröffentlicht, aber letztendlich ist es doch besser, wenn man mehr Wert auf Qualität als auf Geschwindigkeit legt«, erklärt Sänger Russell Allen während einer Stippvisite beim neuen Label Nuclear Blast. »Ein eigenes Studio bringt einen finanziellen und zeitlichen Vorteil«, lacht der Hüne aus Long Beach in Bezugnahme auf die langwierige Arbeitsweise der Band. »Wir haben die Angewohnheit, alles bis ins kleinste Detail immer und immer wieder zu überarbeiten, bis wir am Ende unsere eigenen Songs nicht mehr hören können.«

Musikalisch ist „Iconoclast“ als direkter Nachfolger von „Paradise Lost“ zu identifizieren. Der Metal-Anteil wurde noch mal erhöht und die Heaviness-Schraube massiv festgezogen. So düster, gitarrenorientiert und knallhart war das Quintett aus New Jersey noch nie. Das bedeutet allerdings nicht, dass man auf typische Trademarks wie wuchtige Orchester/Chor-Passagen, gigantische Melodien oder neoklassische Elemente verzichten müsste.

»Ich wollte dem Album eine Art mechanische Atmosphäre...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.