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PERZONAL WAR

Der letzte Sonnenuntergang

PERZONAL WAR

An einem Samstag laden PERZONAL WAR und Paul Di'Annos „neue“ Band Architects Of Chaoz zur gemeinsamen Listening Session ins Troisdorfer Gernhart Studio ein, das PW-Schlagzeuger Martin Buchwalter gehört und in dem beide Combos ihre aktuellen Werke aufgenommen haben.

Zwischen Musikern und Journalisten humpelt auch ex-Iron-Maiden-Sänger Paul durch die Studioräume, der immer noch unter seiner Knieverletzung leidet und sich nur mit einer Krücke langsam fortbewegen kann. Dazu plagt den kauzigen Engländer eine Erkältung. Doch der Herr ist hart im Nehmen, rafft sich für Foto-Sessions auf, gibt kleine Interviews und plauscht mit den angereisten Journalisten.
 
Das Gernhart Studio liegt im Herzen von Troisdorf, einer Kleinstadt in der Nähe von Bonn und Köln. Früher war das Studio ein alter Blumenladen, was man u.a. daran erkennt, das unter einem der Tische, auf denen belegte Schnittchen liegen, immer noch eine Rolle mit Blumen-Folie hängt.



So klingt „The Last Sunset“


PERZONAL WAR schlagen auf ihrem neuesten Werk „The Last Sunset“ wieder eine melodischere Richtung mit einem von zu viel technischer Herangehensweise entschlackten Songwriting ein. Und das steht dem Quartett, zu dem seit diesem Album auch Architects-Of-Chaoz-Gitarrist Andreas Ballnus gehört, gut zu Gesicht. Das Mehr an Melodie und Groove zündet sofort und vermischt sich mit Thrash-Metal-Sounds, die zwischen Oldschool-Vibe und Moderne pendeln, zu einem sehr eingängigen, zehn Songs starken Gesamtwerk. Schon der Opener 'Salvation' ist ein Ohrwurm, aber auch der kernige Up-Tempo-Groover 'Speed Of Time', die hymnische Halbballade 'Never Look Back', die Richtung Speed Metal schielende Dicke-Eier-Nummer 'Metalizer' und das düster-apokalyptische 'When Faith Has Gone' punkten mit starken Hooklines und packenden Harmonien.

 
Interview mit PERZONAL WAR-Sänger und Gitarrist Matthias „Metti“ Zimmer 

Nächstes Jahr wird die Band PERZONAL WAR 20 Jahre, das heißt du und Martin seid als Gründungsmitglieder fast schon wie ein altes Ehepaar. 

»Ja, das kann man wirklich so sagen (lacht).«
 
Wie unterscheidet sich eure aktuelle Scheibe „The Last Sunset“ von euren letzten Veröffentlichungen? 

»Ich denke, dass wir wieder einen kleinen Schritt zurückgemacht haben in die Richtung unserer alten Platten. Mit den vergangenen Veröffentlichungen sind wir kontinuierlich härter und technischer geworden und diese Entwicklung ist bei „The Last Sunset“ ein wenig unterbrochen. Wir wollten wieder ein bisschen old-schooliger werden. Die heruntergestimmten Gitarren haben wir wieder ein wenig raufgestimmt und dazu etwas mehr Melodien eingebaut. Uns hat von Anfang an von den typischen Thrash-Metal-Bands unterschieden, dass wir melodische Elemente haben. In Sachen Härte können wir auch nicht viel mehr drauflegen, weil es in dem Bereich und auch bei der Technik einfach bessere Bands gibt. Unser Pluspunkt war immer, dass wir Melodie mit Groove verbunden haben – und das haben wir diesmal wieder ein bisschen mehr gemacht. Weniger auf die Glocke, aber ich glaube es ist immer noch heavy genug und nicht zu Pussy-haft.«
 
Hast du jemals Gesangsunterricht genommen oder singst du jenseits von Bühne und Studio nur unter der Dusche? 

»Ich singe tatsächlich total viel, wenn ich einfach nur in der Gegend rumrenne. Meine Frau nervt das total, weil ich immer irgendetwas vor mich hin summe. Ich hatte nie Unterricht. Das habe ich mir selbst beigebracht.«
 
Was singst du momentan bevorzugt? 

»Ich finde Biffy Clyro total geil. Die kann man gut mitsingen.«

 
PERZONAL WAR - „The Last Sunset“
VÖ: 24.04.2015

01. Salvation
02. Speed Of Time
03. 30 Years
04. Never Look Back
05. Metalizer
06. When Faith Has Gone Forever
07. What Would You Say?
08. The Last Sunset
09. Times Of Hate
10. I See Nothing

 

www.perzonalwar.de/

www.facebook.com/pages/Perzonal-War/210265802330077

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