Online-MegazineInterview

DEATH ANGEL

Eine neue Ära

DEATH ANGEL


DEATH ANGEL lassen mit der Dokumentation „A Thrashumentary“ die Bandgeschichte Revue passieren und spendieren dem DVD-Käufer noch die beiliegende Live-CD „The Bay Calls For Blood“. Warum sich auf dem Live-Album keine Klassiker finden, beantwortet uns DEATH ANGEL-Fronter Mark Osegueda im Interview.

Mark, eine Sache wird mir in „A Thrashumentary“ nicht ganz klar: Warum bist du 1991, nach der Auflösung von DEATH ANGEL, nach New York gezogen? Und war der Busunfall wirklich der einzige Grund für deinen Ausstieg?

»Ich bin nach New York gezogen, um wieder zur Schule zu gehen. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum ich DEATH ANGEL verlassen habe. Die Spannungen in der Band hatten ihren Höhepunkt erreicht, weil wir am Anfang unserer Karriere so viele rechtliche Dokumente unterschrieben haben, die uns dann geschadet haben. Ständig hatten wir Meetings, bei denen es nur um rechtliche Probleme ging. Das hat uns von dem eigentlichen Banddasein entfernt und irgendwie den Kern von DEATH ANGEL zerstört. Ich hatte auf Tour nur noch Spaß, wenn ich auf der Bühne stand. Dann war irgendwann ein Punkt erreicht, an dem ich nur noch verbittert von der Musikindustrie war. Der Unfall war dann der Katalysator. Ich habe das als eine Message genommen, dass es für mich an der Zeit ist, mich mit etwas anderem zu beschäftigen. Es war also nicht nur die schulische Ausbildung, ich musste auch einfach aus der Musikindustrie raus. Dadurch hab ich auch zu mir selbst gefunden. Ich kannte mich ja bisher nur in Verbindung mit DEATH ANGEL, weil ich damit schon sehr jung angefangen habe.«

Glaubst du, dass ihr wieder zueinander gefunden hättet, wenn Chuck Billy euch 2001 nicht persönlich zum „Thrash Of The Titans“ eingeladen hätte?

»Absolut nicht! Wir wären niemals wieder zusammengekommen. Wir sind oft gefragt worden, sind aber nie darauf eingegangen. Aber dann kam Chuck Billy mit seiner persönlichen Einladung und es war für die Krebsforschung. Da dachten wir uns: „Wenn wir jemals wieder als DEATH ANGEL auftreten, dann ist dies der richtige Grund!“ Wir wollten das nicht nur für Geld machen.
Ich bin sehr stolz, dass wir den Schritt gewagt haben. Der Gig hat uns zum Weitermachen inspiriert und eine Lawine losgetreten. Das war eine tolle Reise, die hoffentlich noch länger weitergeht.«

Warum kommen die ehemaligen Mitglieder von DEATH ANGEL in „A Thrashumentary“ nicht zu Wort?

»Sie wurden von dem Regisseur gefragt, ob sie ihre Sicht der Dinge zu der Doku beisteuern wollen. Ich glaube, einige haben die Ausmaße des Projektes nicht erkannt. Einige haben direkt abgesagt, andere hatten Interesse, aber es kam nie zu festen Zusagen. Das ist schade, weil sie natürlich ein großer Teil der Bandgeschichte sind. Ich glaube da herrschen noch immer leichte Spannungen, aber jetzt, da alle etwas älter sind, wünschen sich einige bestimmt, ein Teil davon gewesen zu sein. Aber wir haben trotzdem versucht, das Beste daraus zu machen und die Fakten so wahr wie möglich darzustellen.«

Warum habt ihr auf dem beiliegenden Live-Album „The Bay Calls For Blood“ eure Klassiker ausgeklammert?

»Es gibt mit 'Bored' einen Song von „Frolic Through The Park“. Wir wollten allerdings kein Doppel-Livealbum, sondern nur eine Aufnahme mit neun oder zehn Songs veröffentlichen. Auf den letzten Touren zu „The Dream Calls For Blood“ und „Relentless Retribution“ haben wir uns eh auf neueres Material konzentriert, weil die beiden Alben ihm aktuellen Line-up eingespielt wurden. Die letzten beiden Longplayer kamen echt gut an, sowohl bei der alten als auch der neuen Fanbase. Wir haben auch ältere Tracks gespielt, die es nicht auf „The Bay Calls For Blood“ geschafft haben. Wir haben uns eben die stärksten Songs rausgesucht. Wir sind immer noch stolz auf die alten Songs. Aber mit dem neuen Line-up ist für DEATH ANGEL eine neue Ära angebrochen. Wir spielen live auch viele Klassiker, aber die meisten Songs in der Setlist stammen von den letzten Alben.«

http://www.deathangel.us/

www.facebook.com/deathangel

AbfahrplanDie nächsten Konzerte

EXODUS + SODOM + DEATH ANGEL + SUICIDAL ANGELS30.11.2018LeipzigHellraiserTickets
EXODUS + SODOM + DEATH ANGEL + SUICIDAL ANGELS04.12.2018HamburgMarkthalleTickets
GLORYHAMMER + CHILDREN OF BODOM + D.A.D. + SODOM + DEATH ANGEL + SUICIDAL ANGELS + EXODUS + SKALMÖLD07.12.2018
bis
08.12.2018
Geiselwind, AutohofCHRISTMAS BASHTickets
EXODUS + SODOM + DEATH ANGEL + SUICIDAL ANGELS07.12.2018OberhausenTurbinenhalle Tickets
VENOM + CHILDREN OF BODOM + ALESTORM + SODOM + TANKARD + DEATH ANGEL + SUICIDAL ANGELS + MOTORJESUS + DARK TRANQUILLITY + LACUNA COIL + u.v.m.07.12.2018
bis
08.12.2018
Oberhausen, TurbinenhalleRUHRPOTT METAL MEETINGTickets
EXODUS + SODOM + DEATH ANGEL + SUICIDAL ANGELS09.12.2018AT-WienArena Tickets
EXODUS + SODOM + DEATH ANGEL + SUICIDAL ANGELS10.12.2018RavensburgOberschwabenhalleTickets
EXODUS + SODOM + DEATH ANGEL + SUICIDAL ANGELS11.12.2018WiesbadenSchlachthofTickets
EXODUS + SODOM + DEATH ANGEL + SUICIDAL ANGELS12.12.2018SaarbrückenGarageTickets
EXODUS + SODOM + DEATH ANGEL + SUICIDAL ANGELS13.12.2018LudwigsburgRockfabrik Tickets
EXODUS + SODOM + DEATH ANGEL + SUICIDAL ANGELS15.12.2018CH-LausanneLes DocksTickets
EXODUS + SODOM + DEATH ANGEL + SUICIDAL ANGELS16.12.2018MünchenBackstage Tickets
 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen