Online-MegazineInterview

ALICE COOPER

ALICE COOPER - Ozzys Nachbar ist Ned Flanders

Am 12. Oktober erscheint ein Comic, auf den die Metal-Welt gewartet hat: Das SIMPSONS-HALLOWEEN-Special. Nicht nur die bekannten Gelbköpfe wuseln sich durch ihre Geschichten, nein, auch Gene Simmons, Pat Boone (der zumindest durch sein Ozzy-Cover Metal-relevant ist) und ALICE COOPER geben sich ein Stelldichein.

Sie haben freundlicherweise ihre Schminktöpfe mitgebracht und auch die eine oder andere Idee beigesteuert. Steffen Volkmer vom Panini-Verlag, bei dem die Comic-Reihe erscheint, schnappte sich Mr. COOPER und quetschte ihn für uns aus.

Alice, Du hast eine Geschichte für das kommende Simpsons-Comics Horror-Special "Bart Simpsons Horrorshow #9" geschrieben. Wie kam es dazu?

Alice Cooper: Wir dachten alle, es sei einfach eine großartige Idee. Die Simpsons sind bei uns einfach Kult, sie gehören zu unserem Leben ... Die Serie ist vielleicht die beliebteste TV-Show Amerikas. Ich meine, einfach jeder schaut sie, ich schaue sie sogar dann, wenn nur Wiederholungen laufen. Und als die Leute von Bongo (Die Simpsons-Comics werden in Amerika vom Bongo-Verlag, der dem Simpsons Erfinder Matt Groening gehört, verlegt. - sv) mich gefragt haben, ob ich etwas für das Horror-Special schreiben würde, dachte ich: "Mann, wenn ich jemals etwas schreiben sollte, dann doch genau für diesen Halloween-Comic. Denn DAS ist Alice Cooper!" Die Idee hatte ich auch sofort im Kopf: Homer als Jason! Ich meine, die Story "Freitag, der 13." passt einfach! ... Jason/Homer geht in dieses Camp und wird von den Kids ständig geärgert, ins Wasser gestoßen; alle Kinder essen Donuts außer ihm ... Da ist es nur logisch, dass er schließlich zu diesem Charakter wird, der jedes Jahr zu Halloween die Maske aufsetzt und Menschen schlachtet. Das ist eine tolle Parodie auf die "Freitag..."-Filme, und ich finde, es hat auch wunderbar funktioniert.

Bist Du selbst Teil der Geschichte und kommst darin vor?

Alice Cooper: Ich habe es so angelegt, dass ich selbst eines der Kids im Camp bin, die Homer quälen und auslachen. Ich bin der seltsame Junge mit den schwarzen Haaren und dem angemalten Gesicht. Und eigentlich würde jeder erwarten, dass die Kids mit mir ihre Späße treiben - aber Klein-Homer ist eben noch mal anders. Jedenfalls wird die Story aus meinem Blickwinkel erzählt und ich bin in der Story Homers letztes Opfer. Es klopft an meiner Tür, mit dem großen Stern und dem Schild "Garderobe von Alice Cooper", ich öffne die Tür und vor mir steht Homer, mit dieser riesigen Menge Donuts ...

Wie kamen die Leute von Bongo darauf dich zu fragen, ob du auf so was Bock hast?

Alice Cooper: Das ist schon irgendwie witzig. Ich vermute, viele der Comic-Künstler waren als Kinder Alice Cooper-Fans - von Bill Morrison, der meine Geschichte gezeichnet hat, weiß ich das sogar ganz sicher. Irgendwie repräsentiere ich ihre Kindheit; ebenso wie Bart. Und in Alice steckt viel von Bart - es ist, als wäre Alice Cooper die dunkle Seite von Bart. Das passt einfach und deswegen sind sie wohl auch auf die Idee gekommen, mich zu fragen.

Sind die Simpsons die typisch amerikanische Familie?

Alice Cooper: Ich glaube, das betrifft nicht nur Amerika. Es gibt wohl keine Person oder Lebenssituation, die sich nicht in den Simpsons wiederfindet. Homer ist wie der Vater in uns allen. Er ist wohl der schlechteste Vater aller Zeiten und trotzdem ist er in seiner Art sehr väterlich. Niemand könnte ein so schlechter Vater sein wie Homer. Und doch verkörpert er jeden von uns. Er ist der typische kleine Mann - also würde ich eher sagen, die typischen Amerikaner sind alle wie Homer. Natürlich extrem überspitzt. Nicht jeder Amerikaner geht nach Hause und trinkt die ganze Nacht Bier. Nicht jeder arbeitet in einem Kraftwerk und geht damit so fahrlässig um.

Welchen der Springfield-Charaktere magst du am meisten?

Alice Cooper: Flanders hat etwas, das mir richtig gut gefällt. Er ist ein toller Kerl. Ich glaube, es liegt an meinem christlichen Hintergrund. Als Christ muss ich einfach Gefallen daran finden, dass er so hingebungsvoll ist. Ein beherzter Typ, der so geduldig mit Homer ist. Es ist der perfekte Nachbar für Homer, der der größte Stümper der Welt ist. Aber Flanders bleibt dran. Er ist wie Hiob - eben mit einer Eselsgeduld.

Da fällt mir ein: Man hat mich mal gefragt, ob wir nicht eine Reality-Show machen wollen, so wie die Osbournes und ich meinte: "Naja, wir könnten vielleicht die Nachbarn sein. Wir wären die idealen Flanders für die Osbournes - Ozzy könnte Homer sein und ich Ned. Wir würden sonntags in die Kirche gehen, bei uns im Haus würde nicht geflucht und so weiter." Wir wären das absolute Gegenteil der Osbournes; obwohl meine Bühnenshow viel Furcht einflößender ist als seine. (lacht)

 


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