RH #99Interview

ALTAR

Der Krieg in den Köpfen

Es muss sich nicht immer um Black-Metal-Bands handeln, wenn Musiker in ihren Texten das Christentum unter Beschuss nehmen. Mister Benton wird ja auch dem Todesbleilager zugeordnet, obwohl sich der Bösewicht verbal mächtig ins Zeug legt, um den wahren Satanisten rauszukehren. Bei ALTAR aus Holland liegt der Fall ähnlich. Auch sie lassen auf ihrem Debüt "Youth Against Christ" ordentlich Dampf ab und malträtieren die Trommelfelle ihrer Anhängerschaft mit scheinbar bester Deicide-Manier.


So richtig glücklich ist Sänger Edwin Kelder über den Vergleich mit den Florida-Deathern nicht.

»Klar ist es ein Kompliment für uns, mit Deicide verglichen zu werden, zumal wir ihre Platten mögen. Unsere Einflüsse liegen eigentlich bei ganz anderen Bands, nur die Vocals ähneln denen von Benthon. Das ist der einzige Punkt, wo wir den Leuten recht geben müssen. Wir sind bemüht, nicht einfach nur sehr extreme Musik zu machen, sondern auch ein paar gute Grooves einzubauen. Unsere Vorbilder sind da eher Biohazard oder Panthera.«

Trotz ihrer unmissverständlichen Aussagen gegen Religion und Kirche haben die Holländer ihrem Projekt einen sakralen Namen verpasst.

»Wir suchten einen starken Bandnamen. Es sollte nur ein Wort sein, ähnlich powerful wie z.B. Slayer. Für uns ist "Altar" ein Begriff, der über allen Religionen steht und der weder etwas mit Frömmelei noch mit Satanismus zu tun hat.«

Auf die Genre-üblichen Symbole (umgedrehtes Kreuz, Pentagramm und Ziegenschädel) verzichten die Holländer nicht.

»Sie...

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