RH #275Krach von der Basis

Woran Heerscharen von Dark- und Black-Metal-Kapellen kläglich scheitern, AGRYPNIE ziehen es auf ihrem ominös betitelten Album „16[485]“ mit beängstigender Präzision aus dem Ärmel: nachtschwarze, unter die Haut gehende, epische Intensität ohne Fremdschämfaktor. Dafür mit dicken metallischen Eiern.

Durchaus zuweilen brachial nach vorn peitschend, setzen AGRYPNIE am liebsten auf druckvolles Midtempo. Für völliges Verharren fußen die Herren zu sehr im Black Metal. Stattdessen jonglieren sie mit einer melancholischen Dunkelheit, die sich wie ein roter Faden durch die Band-History zieht und auf „16[485]“ ihren kreativen Höhepunkt findet. Die Gänsehaut, die einen bei den überlangen Tracks heimsucht, resultiert nicht aus aufgesetzter Weinerlichkeit, sondern aus einer ehrlichen Emotionalität, die lyrisch durchaus beabsichtigt bedeutungsschwer bleibt, um sich dem Hörer nicht gänzlich zu öffnen.
»Ich spreche ungern über die Texte und wünsche, dass jeder Fan mit seiner eigenen Interpretation an sie herangeht«, erklärt Bandchef Torsten Hirsch, der gerade als Mediengestalter für ein Jahr in Sydney arbeitet und somit Langzeiturlaub und Job perfekt verbindet.

»Auf jeden Fall ist es mir verdammt wichtig, hochwertige, intelligente Lyrics zu schreiben. Wir spielen ja auch musikalisch kein Feld-, Wald- und Wiesengetrümmer. Da wäre es schade, das durch billige Texte kaputtzumachen.«


Ist die Bedeutung des Albumtitels ebenfalls geheim?

»Für mich bedeutet die Zahl 16[485] sehr viel. Ich trage sie...

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