RH #266Interview

NEAERA

Der vergessene Kontinent

Dass die Münsteraner Modern-Metaller NEAERA immer noch den Metalcore-Sticker auf der Stirn kleben haben, ist in einer sich selbst zerstörenden Welt ziemlich schnuppe. Dass das vierte Band-Album „Omnicide - Creation Unleashed“ einen brutal-versierten Soundtrack zum Untergang darstellt, sollte man allerdings zur Kenntnis nehmen. Das finden auch Gitarrist Stefan Keller und Basser Benjamin Donath.

Stefan, Benjamin, „Omnicide - Creation Unleashed“ ist ein regelrecht martialischer Titel, der aber nur wenig mit stumpfer Gewaltdarstellung zu tun hat, richtig?

Stefan: »Ja, das stimmt. Der Titel steht für die Selbstzerstörungstendenzen der Menschheit. Dieses Thema findet sich an vielen Stellen der Platte wieder. Die Worte „Omnicide - Creation Unleashed“ drücken die Vernichtung von allem aus - wenn die Schöpfung entfesselt ist und der Mensch aufgrund seiner Entwicklung auf einmal das Potenzial hat, sich selbst zu zerstören. Das kann man auf Umweltverschmutzung beziehen, auf die Finanzkrise, Kriege oder die atomare Aufrüstung.«

Also darf man NEAERA durchaus als sozialkritische Band bezeichnen?

Stefan: »Wir haben schon immer versucht, sozialkritische Texte zu schreiben, auch wenn wir unsere Songs nicht explizit erklären. Wir stellen uns nun mal nicht auf die Bühne und erzählen den Leuten, worum es in unseren Stücken geht. Aber jeder Fan hat zum Beispiel die Möglichkeit, die Lyrics im Booklet nachzulesen, und im Forum auf unserer Homepage gibt es sogar deutsche Übersetzungen, die zum...

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