RH #261Krach von der Basis

PAGANIZER

Bis auf die Knochen

Klammheimlich haben sich die Schweden PAGANIZER im Laufe der Jahre zu einem exquisiten Death-Metal-Kommando mit schwindelerregend hohem Old-School-Faktor gemausert und soeben mit „Carnage Junkie“ ihren sechsten Longplayer von der Kette gelassen.

Stumpf ist Trumpf, und so müffelt auch „Carnage Junkie“ nach gut abgehangenem Todesblei der Sorte frühe Grave oder Entombed mit einer nicht zu verleugnenden eigenen Note. Das Trio um Rogga Johansson (g./v.) wütet seit 1998 im Underground und hat seit dieser Zeit fast jährlich einen Tonträger veröffentlicht. Nach dem formidablen 2004er Album „No Divine Rapture“ waren nun aber vier Jahre Enthaltsamkeit angesagt.

»Ursprünglich wurde „Carnage Junkie“ bereits 2005 aufgenommen und 2006 kurz vorm ursprünglich avisierten Veröffentlichungstermin gemixt«, klärt Rogga auf. »Aber unser damaliges Label Vic Records konnte den Termin nicht einhalten, und so kam es immer wieder zu Verschiebungen.«

Thomas von Evocation hat mir in einem Interview berichtet, dass er das Interesse am Death Metal verloren hat, obwohl seine Band noch immer diesen Stil spielt. Lasst ihr euch etwa auch von TripHop-Alben inspirieren?

»Nö, PAGANIZER sind true bis auf die Knochen. Was glaubst du denn, hahaha? Ich kann nicht sagen, ob ich Death Metal heutzutage mehr oder weniger mag als in den frühen Neunzigern. Aber seit ich vor zehn Jahren 20 wurde, hat sich meine Sicht auf Musik verändert, und ich habe meinen Geschmack erweitert. Ich höre mittlerweile alles außer HipHop und...

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