RH #250Seziertisch

THE WHO

Seziertisch

Auf den „Rock Hard Seziertisch“ legen wir ab dieser Ausgabe die Schaffenswerke wegweisender Bands und Künstler, um die Klassiker von den Katastrophen zu trennen und euch einen Leitfaden für Kauf- und Hörentscheidungen an die Hand zu geben. Als Erste unters Messer kommt die Ursuppe aller Rock- und Metal-Bands: THE WHO.

Mit THE WHO fing alles an (die musikalisch zahmeren Rolling Stones seien hier mal ausgeklammert): Pete Townshends Windmühlen-Gitarrensalven begründeten das rifforientierte Rock-Songwriting jenseits von Blues-Klischees, seine Akustikgitarren- und Synthesizer-Experimente waren bahnbrechend für sämtliche Genres zwischen Power-Balladen, Progrock und HipHop, er zertrümmerte schon Gitarren, als Jimi Hendrix noch keinen Gedanken daran verschwendete, und seine oft schmerzhaft ehrlichen Lyrics erschlossen große, lebensnahe Poesie auch für Leute, bei denen Bob Dylan Ohrfäule auslöste. Doch das klassische WHO-Line-up bestand noch aus drei weiteren Genies: Der gerne in Skelettkostüme gekleidete Schweiger und Zyniker John Entwistle (R.I.P.!) zählte zu den technisch versiertesten und melodischsten Bassern aller Zeiten, Roger Daltrey bildet bis heute mit seinem Arbeiterklasse-Charme und seiner unglaublich ausdrucksstarken Stimme den perfekten Kontrast zum introvertierteren Townshend, und Keith Moon (auch er R.I.P!) war nicht nur ein intuitiv trommelnder Vulkan, sondern auch ein Rock´n´Roll-Monstrum, das von John Bonham über Tommy Lee bis zum „Sesamstraßen“-Schlagzeuger Generationen von dreschflegelnden Party-Animals inspirierte. Zusammen waren diese vier so unterschiedlichen Persönlichkeiten viel mehr als die Summe ihrer Teile: das neben Led Zeppelin kreativste, innovativste und live wie im Studio intensivste Musiker-Kollektiv des Hardrock-Universums. ...

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