RH #247Interview

HELRUNAR

Dunkle Gedanken, lichte Worte

Bereits im zweiten Anlauf ist der deutschen Black-Metal-Hoffnung HELRUNAR ein absolutes Meisterwerk gelungen. Frontmann Skald Draugir spricht über „Baldr Ok Iss“, modernes Heidentum und Intoleranz.

Skald Draugir, ein Statement von dir lautet: „Zur Grundstimmung des Black Metal gehört eine bittere Kälte.“ Muss man, um diese Kälte ausstrahlen zu können, ein bitterer und oftmals negativer Mensch sein, oder kann man froh und optimistisch durchs Leben gehen und für die Musik einfach eine Art Maske aufsetzen?

»Grundsätzlich trägt ein Mensch ja beide Stimmungen in sich. Man kann durchaus fröhlich durchs Leben gehen, aber dennoch hat jeder Momente der Verzweiflung, Traurigkeit, Zerrissenheit und Aggression. Das kennen wir alle. Also muss man keine Maske tragen, um kalte Musik machen zu können. Allerdings streife ich mir ein lyrisches Ich über. Ich weiß, dass sowohl positive als auch negative Gefühle in meinem Leben vorhanden sind, und dementsprechend schreibe ich dann Texte. Diese können aktuell sein, aber auch auf Erinnerungen basieren.«

Das heißt, du schreibst nur in dunklen Momenten Texte?

»Nein, ich schreibe dann Texte, wenn etwas so in mir nagt und präsent ist, dass es rausmuss. Dabei handelt es sich ja nicht nur um negative Materie. Ich schreibe auch positive Dinge. Natürlich fällt es mir in schlechter Grundstimmung leicht, negative Texte zu verfassen.«

HELRUNAR verkörpern inhaltlich eine deutliche Abkehr von der modernen Fastfood-Gesellschaft. Fühlst du dich dennoch als...

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