RH #230Interview

DEADSOIL

Innerlich tot

Metalcore? Thrash Metal? New Wave Of Kurze-Haare-Metal? Wen interessiert´s? Ein schlichtes „Deadsoil“ soll laut Gitarrist Boris Pracht als Stilschublade für die westdeutschen Extremisten genügen.

Nach ständigen Line-up-Wechseln haben sich DEADSOIL auf ihrem zweiten Longplayer „Sacrifice“ von ihrem Image als Nachwuchs-Rüpel-Combo endgültig freigeschwommen und dröhnen um einiges erwachsener durch die Botanik.

»Es ist witzig, dass du das Wort „erwachsen“ verwendest. Denn genau so habe ich letztens jemandem die Platte beschrieben«, plauscht Boris kurz vor einem Gig mit den Recken von The Path Of Resistance und Born From Pain drauflos. »Wir haben uns dieses Mal nicht im Proberaum die Nächte um die Ohren geschlagen, sondern jeder für sich allein zu Hause komponiert. Erst, wenn eine Idee ausgearbeitet war, haben wir sie im Band-Kontext umgesetzt. Das ist um Längen besser, als das Grundgerüst eines Songs gemeinsam hundert Mal zu üben und den Track bei jedem Fehler noch mal von vorn spielen zu müssen.«

Die einzelnen Versatzstücke wurden homogen und frickelfrei zusammengesetzt. Das Resultat paart Aggression mit Anspruch, hievt die Band aber nicht aus der Schublade, auf der das böse M-Wort klebt, auch wenn Plattenfirmen und Bands diesen Begriff mittlerweile vermeiden wie Großteile der Rock-Hard-Redaktion ein Treffen der Anonymen Alkoholiker.

»Ja, ja, der Metalcore«, seufzt Boris. »Er ist tatsächlich fast zum Schimpfwort geworden. Doch wer will, kann uns so nennen. Oder Thrash Metal....

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