RH #215Interview

KINO

Aus dem Leben einer Spermie

Nix Krautrock! Auch wenn der Bandname andere Assoziationen zulässt: Die englische Mini-Supergroup KINO pustet uns zart-flauschigen Pop-Prog in die Gehörgänge. Dabei wollte Arena-Gitarrist John Mitchell doch eigentlich nur mal mit einem Helden seiner Jugend zocken.

»Wir konnten uns ewig lange nicht auf einen Bandnamen einigen«, blickt John auf die Anfänge von KINO zurück. »Wir hatten schon „Cinema“ ins Auge gefasst, aber das klang dann doch zu sehr nach einer Genesis-Coverband. Irgendwann kam Pete (Trewavas, b.; Marillion, ex-Transatlantic - mbo) mit dem deutschen Äquivalent an, und uns gefiel´s. Eigentlich ganz simpel.«

Auch die KINO-Texte drehen sich teilweise um die ganz einfachen Dinge des Musikerlebens: Plattenfirmen und Sex.

»In ´Losers´ Day Parade´ geht´s um einen Musiker, der von seiner Plattenfirma so gefrustet ist, dass er im Endeffekt den Wagen des Labelbosses in die Luft jagt (lacht). Die letzte Zeile des Textes - „dead nobodies in company cars“ - habe ich übrigens mit acht Jahren mal als Graffito irgendwo auf der Autobahn gesehen, und seitdem trage ich den Spruch mit mir herum. ´Swimming In Women´ handelt dagegen vom „Run aufs Ei“ - aus dem Leben einer Spermie sozusagen...«

Der Song stammt aus der Feder von John Beck (keys; u.a. It Bites, The Alan Parsons Project), einem von Johns Jugendidolen.

»Ich liebe It Bites. Als ich 15 war, hatte ich mein komplettes Schlafzimmer mit Postern von ihnen tapeziert. Ich war sogar Fanclub-Mitglied. Auch Pete Trewavas wollte...

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