RH #213Interview

SLUMBER

Trullas sind doof

In den letzten Jahren wurde die Düster-Metal-Szene zunehmend mit kitschigem Keyboardkleister und weiblichem Operngesang kontaminiert. Obwohl der Albumtitel „Fallout“ (radioaktiver Niederschlag) im Falle SLUMBER eine ähnliche Verunreinigung vermuten lässt, stehen die schwedischen Newcomer mit ihrem Dynamit-Debüt eher in der Tradition der alten Schule.

Zwar verwendet die Band ebenfalls Keyboards, setzt diese aber hauptsächlich als atmosphärische Klangteppiche ein, die die rifflastige Ausrichtung nicht schmälern. Vergleiche zu Acts wie Amorphis, alten Paradise Lost, Opeth, Katatonia und mit Abstrichen noch Therion bieten sich an.

»Genau das sind auch unsere Einflüsse«, bestätigt Gitarrist Jari und verweist gleichzeitig darauf, dass der Horizont jedoch noch weiter reicht und auch viel Elektro und Klassik umfasst. »Trotz unserer Vorliebe für orchestrale Musik sind wir von dem Trend, die Growls von einer Opern-Trulla kontrastieren zu lassen oder sie gar als Vollzeitkraft zu beschäftigen, alles andere als angetan. Das nimmt dem Sound einfach die Härte. Zwar finden auch wir eine weibliche Stimme mitunter ganz schön, aber wir setzen sie lediglich als Backgroundgesang ein (beispielsweise bei ´A Wanderers Star´ - ms). Ansonsten setzen wir auf Growls, denn schließlich sind wir in erster Linie eine Metalband.«

Neben den musikalischen Einflüssen gibt es auch geografische, denn Jari sieht in den langen, kalten Wintern, in denen es vorwiegend dunkel ist, eine wichtige Inspiration für den...

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