RH #205Interview

SOIL

Metal für Putzfrauen

Wer US-Musicbiz-Ikone Clive Davis beeindrucken will, muss ganz schön was auf dem Kasten haben. Schließlich hat der legendäre Label-Godfather im Laufe seiner illustren 40-jährigen Karriere Hall-of-Famer von Janis Joplin bis Aerosmith entdeckt und gefördert und ist seit kurzem auch Schutzpatron des Guns-N´Roses-Ablegers Velvet Revolver. Eine der wenigen Hartwurst-Combos, die Sir Clive in letzter Zeit aus seinen teuren Schuhen gehauen haben, sind SOIL.

Der Fünfer aus Chicago wurde von Davis nach zwei Indie-EPs und dem „Throttle Junkies“-Longplayer als erste Hardrockband für sein neues Label J Records unter Vertrag genommen, wo die Mannen um Sänger Ryan McCombs 2001 ihr Majordebüt „Scars“ veröffentlichten und sich mit ihrem PS-starken, melodiösen Muscle-Car-Sound irgendwo zwischen C.O.C., Alice In Chains und einer Prise Zombie sogleich wohltuend vom Nu-Metal-Einheitsbrei abhoben. Konstantes Touren mit Acts wie Ozzy, Motörhead und Static-X sowie starke Radioeinsätze für die Ohrwurm-Single ´Halo´ taten ihr Übriges, um die Truppe in den Staaten als einer der hoffnungsvollsten Newcomer zu etablieren.

Dagegen fristete man in der alten Welt ein eher stiefmütterliches Dasein. Zwar konnten SOIL in England vom Fleck weg ganz gut punkten, aber auf dem Festland schien für die Jungs trotz guter Kritiken relativ wenig in die Gänge zu kommen, und „Scars“ blieb ein Insidertipp. Das soll sich mit dem neuen Werk „Redefine“ möglichst ändern. Der Startschuss zur Euro-Kampagne fällt Anfang Juni,...

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