RH #196Interview

NOTHINGFACE

Moshen in der Mensa

NOTHINGFACE gehören, genau wie Disturbed, zu einer neuen Generation von Bands. Obwohl ihre Einflüsse traditionell sind, ist es ihr Sound nicht - und obwohl sie modern klingen, spielen sie keinen Nu Metal. HipHop und Baggypants sind nämlich nicht ihr Ding, wie im Gespräch mit Sänger Matt Hold und Bassist Bill Gaal deutlich wird.

Obwohl NOTHINGFACE hier zu Lande bis zu ihrem neuen Album „Skeletons“ völlig unbekannt waren, existiert die Band aus Washington, DC schon etliche Jahre. Sie veröffentlichte Ende der Neunziger bereits die beiden Indie-Scheiben „Pacifier“ und „An Audio Guide To Everyday Atrocity“ sowie ihr Major-Debüt „Violence“, das das amerikanische Magazin „Metal Edge“ zum Heavy-Album des Jahres 2000 kürte. Alle drei CDs blieben leider dem US-Markt vorbehalten. Erst jetzt feiert das Quartett mit seinem vierten Album sein Deutschland-Debüt. Im Gegensatz zu den ausgesprochen derben Vorgängern hat es sich darauf deutlich weiterentwickelt. Neben brutalem Pantera-Metal (´I Wish I Was A Communist´) finden sich diesmal nämlich auch hochmelodische Alternative-Rocker im Staind-Stil (´Ether´). Die ganze Klasse der Band kommt in Songs wie ´Murder Is Masturbation´ oder ´Big Fun At The Gallows´ zur Geltung, wenn sie beide Extreme mittels großartiger Arrangements unter einen Hut bringt.

Diese reife Leistung ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass die Band letztes Jahr eigentlich schon am Ende war. 2002 kam es nämlich knüppeldick für die Jungs: Die Mutter von Gitarrist Tom...

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