RH #194Interview

JOHN ARCH

Bis zum absoluten Limit

Wohl kaum ein anderer Name löst im internationalen Metal-Underground derartige Verzückungen aus wie JOHN ARCH. Der ehemalige Fates-Warning-Sänger, der vor wenigen Tagen mit der großartigen EP „A Twist Of Fate“ (siehe Reviews) sein erstes akustisches Lebenszeichen seit mehr als anderthalb Dekaden veröffentlicht hat, verließ die Band nach dem dritten Album „Awaken The Guardian“ und der dazugehörigen Tour 1987, wird aber auch heute noch wie der Messias des Metal verehrt. Und zwar zu Recht.

Vor 20 Jahren: In der nicht gerade weltbekannten US-Stadt Hartford (Connecticut) sind vier Jungspunde so von den englischen Metal-Protagonisten Iron Maiden beeindruckt, dass sie beschließen, selbst ´ne Band zu gründen. Sie taufen ihr musikalisches Baby Misfits und suchen nach einem passenden Frontmann, den sie kurze Zeit später in Person von JOHN ARCH finden, der damals 23 Jahre jung ist. Aufgrund der gleichnamigen Punk-Truppe um Glenn Danzig tauft man sich jedoch bereits kurze Zeit später in Fates Warning um und debütiert mit dem Song ´Soldier Boy´ auf dem fünften „Metal Massacre“-Sampler. So richtig Aufsehen erregt man aber erst mit dem Full-length-Album „Night On Bröcken“ (1984), das auch heute noch wie eine komplexere Version der epischeren Maiden-Sachen klingt. Vor allem der variable, unglaublich intensive und emotionale Gesang von Arch beschert der Truppe unzählige Die-hard-Fans. 1985 erscheint der Nachfolger „The Spectre Within“ und zeigt die Band noch eine ganze Spur ausgereifter. Noch nie hatte man in der Metalszene derart anspruchsvolle, dabei aber trotzdem knallharte Musik gehört, und die Texte, für die natürlich JOHN ARCH selbst verantwortlich zeichnete, luden mit ihrem mystischen Touch und dem philosophischen Anspruch zu nächtelangen Gedankenreisen ein. „The Spectre Within“ ist auch heute noch ein Meilenstein des Progressive Metal, und insofern mutet es schier unglaublich an, dass es Fates Warning schafften, mit dem 1986er Werk „Awaken The Guardian“ eine noch homogenere Platte zu veröffentlichen, die Standards gesetzt hat und auch anno 2003 als Referenzwerk durchgeht. ...

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