RH #191Interview

HEAVEN'S CRY

Eine hypnotisierende Reise

Das größte Problem der Frankokanadier HEAVEN´S CRY ist ein Luxusproblem. Aber eben ein Problem. Das Quintett ist einfach zu gut. Und zu kreativ. So kreativ, dass unbedarfte Hörer manchmal denken, es mit mehreren Songs gleichzeitig zu tun zu haben, wenn sie sich einen Track der Truppe reinpfeifen.

Dabei kann man den sympathischen Prog-Metallern, deren aktuelles Hammer-Album „Primal Power Addiction“ (vorher gab´s ein Demo-Tape und eine weitere Full-length-Scheibe) im Soundcheck klar unter Wert geschlagen wurde, eins ganz sicher nicht vorwerfen: dass sie zu viel frickeln. Klar, Breaks muss man nicht gerade mit der Lupe suchen, und die Soli dürfen auch gerne schon mal etwas ausufernder sein. Dafür schmeißen HEAVEN´S CRY aber im Gegenzug mit Melodien en masse um sich, die prinzipiell Hitcharakter haben. Wären da nicht die abgefahrenen, verschachtelten Arrangements, die den Einstieg in die Welt der Band erschweren.

»Musik ist nun mal eine sich entwickelnde Sprache«, erzählt Sänger/Gitarrist Pierre St-Jean, unter dessen Kollegen sich übrigens kein Keyboarder befindet. Dafür bearbeiten gleich zwei (!) weitere Klampfer die sechs (oft akustischen) Saiten. »Wir haben keine Lust, immer wieder dasselbe Album zu schreiben; insofern müssen wir uns jedes Mal neu erfinden. Außerdem werden wir als progressive Band gehandelt, und diesem Anspruch wollen wir gerecht werden. Wir möchten uns vorwärts bewegen und die Fallen der Stagnation umgehen. Jedes Instrument ist damit beschäftigt, die Songs...

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