RH #190Interview

ORATORY

Kultur aus dem Luftschutzbunker

Ich gebe zu, dass ich mich anfänglich nur deswegen intensiver mit dem zweiten ORATORY-Longplayer beschäftigt habe, weil ich den Gesang von Frontfrau Ana Lara so bezaubernd fand. Inzwischen ist „Beyond Earth“ für meinen Geschmack aber auch vom musikalischen Erscheinungsbild her ein durch und durch herausragendes Power-Metal-Album, das mindestens einen halben Zähler mehr verdient hätte als die acht Punkte, die ich in meiner Rezi verteilt habe.

„Beyond Earth“ ist auf jeden Fall im Vergleich zum mitunter recht kitschigen Debüt „Illusion Dimensions“ ein riesiger Schritt nach vorne. Das sieht auch Drummer Joáo Rodrigues so, der die zum Teil herbe Kritik verstehen kann, die die Portugiesen für den Erstling einstecken mussten.

»Ich weiß, dass die erste Platte viel zu Weichspüler-mäßig klang. Unser Produzent Luis Barros hat uns fast jegliche Härte genommen und die Keyboards entschieden zu weit in der Vordergrund gestellt. Aber die Songs waren eigentlich ganz okay, auch wenn wir heute in der Lage sind, wesentlich bessere Stücke zu komponieren. Außerdem waren wir diesmal viel besser vorbereitet und haben zudem in Frankfurt aufgenommen, wo wir durch nichts abgelenkt werden konnten. War wirklich schön dort.«

Damit meinst du aber sicher nicht den Gebäudekomplex, in dem sich das Studio befindet, oder? Wenn ich mich recht entsinne, residiert euer Produzent Uwe Lulis mit seinem Studio in einem ausgesprochen hässlichen ehemaligen Luftschutzbunker.

»Von außen sieht das Ding nicht schön aus,...

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