RH #175Interview

GUARDIANS OF TIME

Norwegische Exoten

Normalerweise zeigt mein Körper in den letzten Monaten heftige allergische Reaktionen, wenn er neue Power Metal-Bands vorgesetzt bekommt, weil die inzwischen größtenteils absolut identitätslos klingen und völlig austauschbar sind. Nur bei „Edge Of Tomorrow", dem Debüt von GUARDIANS OF TIME aus Norwegen, stellte sich überraschenderweise ein behagliches Gefühl ein.

Warum das so ist, lässt sich nicht so leicht definieren, denn GOT haben weder das Genre revolutioniert, noch haben sie übermenschliche kompositorische Fähigkeiten an den Tag gelegt. Es werden wohl schlicht und ergreifend die wirklich guten, spannungsgeladenen Songs gewesen sein, die mein Kritikerohr überzeugten. Rassige, abwechslungsreiche und unterhaltsame Songs, die dankenswerterweise nicht an Helloween, Rhapsody, Manowar oder Iron Maiden erinnern (nichts gegen genannte Bands, aber Clones davon gibt es mehr als genug!), sondern sich eher in einem angenehmen Spannungsfeld zwischen Pretty Maids, Blind Guardian und (ich geb´s ja zu) Hammerfall bewegen - quasi das, was man vor einigen Jahren „Speed Metal" nannte.

»Ja, mit dem Begriff können wir leben«, meint Gitarrist Paul, der mit 26 Jahren das älteste Bandmitglied ist, dazu. »Wobei es uns letztlich auch egal ist, wie man unseren Sound bezeichnet. Hauptsache, den Leuten gefällt´s!«

Der Bandname und einige der Lyrics lassen darauf schließen, dass hinter GOT ein bestimmtes Konzept steckt, was der Sechssaiter allerdings nur zur Hälfte bestätigen kann:

»Es kein...

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