RH #170Interview

STABBING WESTWARD

Die nette Art, fuck you zu sagen

Nachdem es bereits die letzten beiden Alben von STABBING WESTWARD in unseren Dynamit-Teil schafften, war es eigentlich keine große Überraschung, dass dies auch dem neuen Meisterwerk gelungen ist. Eigentlich - denn die Band hat eine radikale Kursänderung vollzogen, die ihre selbstbetitelte neue Scheibe wohl zum ruhigsten Album macht, das jemals die Richterskala anführte. Sänger Christopher Hall lässt die ereignisreichen letzten drei Jahre Revue passieren.

Zur Zeit ist die Band gerade auf Tour in Amerika und freut sich, dass auch die alten Fans die wesentlich empfindsameren, besinnlicheren Songs von „Stabbing Westward“ bestens annehmen. Mit ihrem eher europäisch als amerikanisch anmutenden, poppigen Düster-Rock, der am ehesten vielleicht noch mit Paradise Lost ab „One Second“ vergleichbar ist, wagt die ausgesprochen sympathische Band einen Neuanfang.

»Wir waren von uns selbst gelangweilt«, begründet Christopher diesen Schritt, obwohl auch der bisherige Sound durch Facettenreichtum begeistern konnte. »Als Industrial-Rock-Band haben wir ringsherum Mauern um uns aufgebaut, die mit jedem Album höher wurden. Zuletzt fühlten wir uns einfach zu sehr eingeengt, weil wir nicht mehr wussten, was wir innerhalb dieser kreativen Grenzen noch Neues machen können. Deswegen rissen wir sie ein und erfanden uns praktisch neu. Ich bin nicht mehr so aggressiv und verbittert wie früher. Ich fühle mich wohl und empfinde keinen Hass mehr, und das soll auch in unserer Musik rüberkommen. Um die...

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