RH #165Interview

FASTBALL

Bunte Zeiten und tote Bilder

Nicht nur im RH sind FASTBALL leider ziemlich untergegangen. Dabei hat das Trio mit seinem aktuellen Geniestreich „The Harsh Light Of Day“ im letzten September einen zeitlosen Geniestreich abgeliefert, der supereingängigen, ideenreich instrumentierten Alternative-Rock mit Sixties- und Seventies-Referenzen bietet und in etwa mit den Goo Goo Dolls oder Soul Asylum vergleichbar ist.

Nach dem noch etwas unausgegorenen ´96er Debüt „Make Your Mama Proud“, das in unserer Klimazone gar nicht erst veröffentlicht wurde, fanden die beiden recht unterschiedlichen Köpfe Miles Zuniga (v./g./keys) und Tony Scalzo (v./b.) immer besser zueinander.

»Tony hat mich dazu gebracht, mal in Scheiben von Frank Zappa und Captain Beefheart reinzuhören, und ich habe ihm dafür U2 schmackhaft gemacht. Seitdem frickelt er nicht mehr soviel und komponiert songdienlicher; im Gegenzug spiele ich etwas verschachtelter und habe z.B. bei ´Goodbye´ mehr Akkorde eingebaut, als eigentlich notwendig gewesen wären«, schildert Miles den harmonischeren Kompositionsprozess, der den Jungs mit dem Zweitwerk „All The Pain Money Can Buy“ in Amerika prompt Platin bescherte.

Das Album wurde zunächst im Vorprogramm von Vivid live vorgestellt. Auf der kürzlich absolvierten Headlinertour zum neuen Werk wurde das Trio von zwei Gastmusikern unterstützt, einem zweiten Gitarristen und einem Keyboarder.

»Es ist langweilig, wenn Bands bei Konzerten einfach nur exakt die Studioversionen ihrer Songs reproduzieren«, findet der...

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